Donnerstag, 8. September 2011

Tag 2: The Situation Escalade(s)

Zwei Knechte mit Vehikel ergibt eine erfrischende Prinzenmischung

"Auto Mauto, was los, wir sind unabhängig und können überall hin!" sagte Roman mit grinsendem aber verschlafenden Face. Dieser Tag sollte ein besonderer werden. "Wohin jetzt?"
Wir entschieden uns dazu, zum BestBuy zu fahren um einige Adapter und Sonstiges zu kaufen, außerdem hatten wir noch einen halben KFC Eimer voll Chicken vom gestrigen Abend auf dem Rücksitz, was will man mehr?
Also ab ins Auto und aus der Hotel Ausfahrt raus. Weil viel Verkehr war, beschloss Marc statt ewig an der Ausfahrt zu warten erstmal mit dem Verkehr zu fahren um bei nächster Gelegenheit zu wenden.
Wir bogen die nächste Straße links ab und landeten auf einer Straße, die sich in Marcs Augen gut für einen U-Turn eignete. Schon entschlossen jetzt zu wenden, sagte ich grinsend zu Roman " weißt was?, ich wende hier chillin like a villain..."

BAAAAMMMMMMM....was war passiert? Es hatte doch tatsächlich eine Autofahrerin hinter uns gedacht, Marc würde einparken, fing also an zu überholen, Marc war aber dabei einen U-Turn, was im chaotischen L.A.-Verkehr höchst leichtsinnig und obv keine gute Idee ist, zu machen. Ein Blick nach links lässt uns das Herz höher schlagen. Unter allen verdammten Rostlauben, die in der City rumgurken, war es ausgerechnet ein verdammter weißer 2011er Cadillac Escalade, mit einem Wert von 70.000 USD, welchem Marc den rechten Kotflügel gerammt hat! Es war kein normales Rammen, es war eins, wie bei diesen Polizeiverfolgungen in den TV-Shows :D





"Fuuuuuuuccckkk" dachten wir uns und schlugen die Arme über dem Kopf zusammen, wie zwei Orang-Utans. "What the hell are you doing?" ertönte es mit einer weiblichen Stimme aus dem weißen Caddy. Von allen hässlichen Menschen in dieser Stadt musste es ausgerechnet eine kleine süße armenische oder mexikanische Lady sein, die gerade vom Kindergarten auf dem Heimweg war - ohne Kinder zu unserem Glück! Fix fuhren wir rechts an und stiegen aus, während sie mit ihrem SUV auf mitten auf der Mittelspur stehen blieb. Was konnte sie auch machen, nicht nur der Kotflügel war hin, sondern auch der Reifen ihres vorderen linken 21'' Chromfelgenrads war aufgeschlitzt, eine Weiterfahrt ar also auch für sie unmöglich.
Unter Schock rief sie ihren Ehemann an, während wir sie fragten ob sie O.K. sei. Uns war nichts passiert, sie jedoch schien in ihrem panzerähnlichen Gefährt doch ein wenig durchgerüttelt worden zu sein, hatte ihre Hand deswegen die ganze Zeit zur Stabilisierung am Nacken. Es dauerte nicht lange bis ein dicker weißer 2011er Mercedes CL-Klasse (villeicht CLS, Roman ist sich nicht ganz sicher) angefahren kam, es stiegen zwei armenische Männer aus, ihr Mann mit einem Pitbullgesicht und sein Bruder xD.

"THIS SHIT happens when you try to make a U-Turn!" sagte er zu uns in einem genervt-wütenden Zustand, das ganze untermalt mit Gesten einer Y U NO-Meme. Während er zu seiner Frau eilte, erklärten wir seinem Bruder die Situation, dieser hatte ein Abschleppunternehmen und somit mit derartigen Unfällen täglich zu tun. Kurze Zeit darauf kam ein weiteres Auto angefahren, ein schwarzer 2011er 7er BMW. Es stiegen zwei ältere, mit Seidenhemden gekleidete Herren aus, gingen zu den armenischen Brüdern, und begrüßten diese mit Küssen, so wie es Franzosen tun oder die italienische Mafia, während sie uns beim Vorbeilaufen nur nickend eiskalte Blicke zuwarfen. Uns scheint bis heute, wir hatten uns mit einer verdammten armenischen Mafia angelegt, das kann es doch nicht sein!

Nach einiger Wartererei auf den Abschleppdienst, kam das Pitbullgesicht mit einer schwarzen Plastiktüte wieder auf Marc zu und griff hinein. Wir dachten uns, unsere Tage sind gezählt, er wird uns einfach so aknallen, doch die Sorge war unberechtigt, da er Flaschen mit Wasser für jedermann gekauft hatte :D Der Rest der Unfallregelung verlief relativ ruhig, da der Bruder ziemlich nett drauf war und mit dem was passiert ist, Routine hatte. Nach ca. etwas über einer Stunde kam endlich der erste Cop an, Mr. Chan. Er fertigte einen Bericht, fragte uns nach unseren Daten und dem Unfallhergang. Irgendwann kam auch der Abschleppdienst und nahm den Caddy mit, die armenische La Familia verabschiedete sich und verschwand mit all ihren Autos wieder, wie sie kamen, schnell und leise.

Jetzt warteten wir nur noch auf unseren Abschleppdienst. In dieser Wartezeit blieb Mr. Chan, der Cop, die ganze Zeit bei uns und gab uns Tipps, wo wir die besten und schönsten Ecken auf dem Weg von Los Angeles nach San Francisco finden können. Als der Abschleppwagen endlich kam, lud er unser Auto auf und wir einigten und darauf mit ihm mitzufahren bis zum nächsten RAW, um dort hoffentlich einen Ersatzwagen zu kriegen. Während der Fahrt mit ihm hatten wir ein interessantes Gespräch. Wir sprachen ihn darauf an, warum so in der Stadt kaum bis gar keine äußerlich attraktive Menschen zu sehen sind. Er bestätigte unsere Beobachtung und fügte hinzu, dass wenn Hitler wieder am Leben wäre, dieser ein Loch graben würde und dort alle hässlichen Menschen reinwerfen und sie lebendig wieder vergraben lassen würde Der Abschleppfahrer war doch tatsächlich der Meinung, Hitler wäre für die Deutschen sowas wie ein Nationalheld. Dem Fahrer war nicht bewusst, dass er selbst zu eben dieser Gruppe von Menschen gehoerter, also die, die ins Loch kommen. I'm just saying...Das war uebrigens das erste Mal bei dem wir uns dachten: ''Gott, sind die Amis dumm und weltfremd (hoefflich ausgedrueckt)!''

Nachdem der Mexicaner uns zwei Ecken vor RAW abgesetzt hatte, da er uns eigentlich gar nicht mitnehmen darf, wurde uns schlagartig bewusst, dass wir in der ganzen Hektik des Unfalls doch an das Wichtigste gedachten hatten. Es war nicht der Fuehrerschein, nicht der Mietvertrag, sondern der mit immer noch 5 Wings, 2 Kartoffelbreis, 3 Sossen und viel Ketchuptuetchen gefuellte KFC-Familieneimer.
Ohne dran zu denken, wie es jetzt weiterging, fingen wir an den Eimer leer zu fressen.
Hunger gestillt - the adventure goes on. Schnell noch auf Toilette und weitergehts!


Leider lief es nicht so geschmiert weiter. Der Filialleiter des North Hollywood RAW meinte es sei nicht sein Bier, da die unterschiedlichen Filialen alle unabhaengig voneinander arbeiten.
Im Telefonat mit dem fetten Inder von Pasadena RAW erfuhren wir, dass wir keinen Ersatzwagen kriegen wuerden und der Vertrag ausser Kraft gesetzt worden ist. Wuuzzz luuuzzz!
Einer netter Mechaniker-Nigger erklaerte sich bereit, uns zur naechsten Subway Station zu fahren, mit seiner Nigger-Rostlaube. Wir nahmen das Nigger-Angebot an und schon fanden wir den Weg wieder, obwohl wir ohne Karte und Ahnung in einem Stadtteil 10 Meilen von unserem Hotel entfernt waren.
In der Metro hatten wir eine weitere interessante Persoenlichkeit (Spoiler!) kennengelernt, es war auch ein schwarzer Herr, der seltsamerweise einen mit einem ausgezogenen Schuh in der Metro umherlief. Er setzte sich uns gegenueber neben eine junge Frau, dabei zuckte er seltsam mit dem Kopf, als haette er das Tourette-Syndrom, er hatte auch seine Hand im Schritt, wir wissen bis heute nicht warum. Jedenfalls nachgte sich der Duft seiner ungewaschenen Fuesse schnell im Metroabteil bemerkbar, die Frau neben ihm ruempfte zunaechst die Nase, nach weiteren fuenf Minuten wechselte sie allerdings den Sitzplatz....weas macht er? Er legt seinen stinkenden Fuss majestaetisch auf ihren Sitz und denkt sich womoeglich: Me Fuussta!
Irgendwann waren auch wir nicht mehr in der Lage, diesen abscheulichen Gestank zu ertragen, wir entschieden uns dafuer auch eine neue Sitzgelegenheit zu finden. Da das Metroabteil recht leer war, fiel uns das nicht schwer. Zurueck im Hotel dachten wir daran, dass wir eigentlich als Ueberraschung Moe und Anna vom Flughafen abzuholen und ihnen damit die zweitstuendige Fahrt mit oeffentlichen Verkehrsmitteln durch die Ghettos zu ersparen. ''Ohhhh neeeejjjj, nein koennen wir nicht.''


 
 Marc - ohne Auto, was jetzt?

 Kontakt mit LAPD - Check!

Nun ueberlegten wir uns, was wir mit dem Tag ohne Auto anfangen koennten, wir entschieden uns dafuer nach einem Internetcafe zu suchen, was zunaechst leicht klingt, sich aber als weitere Herausforderung herausstellte, denn so gross L.A. auch ist, es gab laut GoogleMaps nur zwei bis drei aktive Internetstationen in der ganzen Stadt. Jooo, so machten wir uns auf eine weitere zweistuendige Reise nach Hollywood auf. Tja, heute hat halt jeder mobiles Internet....ausser wir.

Klickt auf Vergroessern, wenn ihr Pointe nicht seht. :D


Gegen Abend, wieder zurueck im Hotel trafen wir endlich Moe und Anna, der Rest des Abends war langweilig. Nah we're just kidding, es war mehr als langweilig :D in den spaeten nachtstunden pilgerten wir noch zum Burger King fuer ein gemeinsames naechtliches Mahl.





Vorm Schlafengehen wurden wir auf einen Mitbewohner aufmerksam der tagelang an ein und derselben Stelle verharrte, wer weiss was er damit beabsichtigt hatte, vielleichtg wollte er einfach nur unsere Tuer bewachen, btw (= by the way), ich waere lieber er als Moe :D


Beim Ueberlegen wie man einen solchen phaenomenalen Tag noch steigern koennte, fiel uns nur zwei Sachen ein:
[ ] Verhaftet werden
[ ] Jemanden umbringen (ob versehentlich oder geplant, spielt keine Rolle)

:D

Peace, we're out.

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