Mittwoch, 21. September 2011

Tag 8: Beverly's Cribs & the hardrockin' Baby

Tag 8 und nur noch zu dritt, fragt sich also, wie und wo wir den Tag verbringen. Wir erinnern uns an das Gespräch mit Romy am vorherigen Tag: "Romy, auf was hast du denn Lust?", "Beverly Hills und Hollywood wuerd i ger sehe", Roman und Marc gucken sich einander an mit einer pokerfaceartigen Mimik: "Nein...da waren wir schon". Aber gnädig wie wir sind, erbarmten wir uns dazu, uns die langweilige Scheiße NUR wegen Romy nochmal anzutun. Nein Spaß :-) you're welcome.



Da wir absolut keine Lust mehr auf Laufen hatten und zuviel Geld übrig hatten, hielten wir nach einer Sightseeing Tour mit Chauffeur und Guide Ausschau. Einige Meter vor dem Hotel an der Ecke sahen wir es mal wieder, das Phänomen, dass in USA manchmal mexikanische Arbeitskräfte billiger sind, als sich von der Stadt ein Schild plus Werbelizenz zu kaufen/leihen. Gerade beim Schreiben haben wir zur Diskussion, ob der Subway die Lizenz nicht ohnehin schon hat. Wir glauben aber, dass diese Arbeiter gezwungen sind zu laufen, was das Zeug haelt, wenn sie die Cops sehen, sofern sie auf freiem Fuss bleiben wollen :D. Diesmal mussten wir den 1-Dollar-Job-Lauch definitiv fotografieren.



Endlich wieder am Hollywood Walk of Fame angekommen, stellte sich heraus, dass Ausschau halten gar nicht nötig war, da kaum als wir aus der U-Bahn ausgestiegen sind, uns schon der erste Judenneger belästigte und versuchte uns Tickets anzuschwärzen. Zum Glueck hatten wir Romy dabei, denn sie pflegte sich mit Kaffeefarbenen zu verstehen, nicht nur verbal...sie konnte auch gut feilschen. So gelang es ihr den Preis von 40 ursprünglichen USD auf 20 runterzuhandeln. Well done! Applause please!

Die Tickets gabs in einem phongbetriebenen Nagellackstudio. Die Phongfrau alias Besitzerin des Ladens laberte uns voll mit irgendeinen Event, das angeblich am Vortag stattfand, es war ein Gig vom Rapper "The Game" in dem gegenüberliegenden Laden der Strasse. Sie beschrieb uns genau, wie das Treffen mit ihm war. Sie empfand ihn als sehr groß, bei ihrer Größe nicht weiter verwunderlich, er schüttelte ihr die Hand und sie brachte nur ein ätzendes "OOAAHHH" hervor, als hätte sie Godzilla getroffen. Diese Geschichte erzählte sie uns, während wir auf den Tourbus warteten 3 oder 4 mal...ich weiss, es ist eigentlich keine Erwähnung in diesem Blog wert, ich möchte euch nur das Gefühl wiedergeben, wie nervig er war, diese Frau. Genauso nervig, wie diesen Absatz zu lesen und zu merken, hier steht ja eigentlich nichts besonderes. Jeder der diesen Absatz liest und sich fühlt, als hätte er einige Sekunden seines Lebens versäumt...sorgt in Marc's und meiner Stimmung fuer ein bisschen Schadenfreude, jeder der überfliegt, cool story du Arsch!

Zurück zum Tagesablauf: Als sie fertig gelabert hatte, führte sie uns vor das Studio, wo ein schwarzer Hochstapler saß und die Aufmerksamkeit auf sich zog wie ein schwarzes Loch. Warum Hochstapler, fragt ihr Kinder der Neugier? Wir wussten es zunächst nicht... Jedenfalls gab er an der verdammte Vater von Rapper "The Game" zu sein, er packte auch ein Fotoalbum mit auf Papier gedruckten Bildern aus, die ihn mit weiteren interessanten Persönlichkeiten aus der Rapszene zeigten, darunter Snoop Dogg, 50 Cent, Chris Brown und einigen weiteren Rapveteranen. Roman erlaubte sich die dreiste Frage, ob die Person, die mit all den oben genannten Leuten auf dem Foto ist, nicht "Rick Ross" sei. Der Handlanger des Bösen erwiderte leicht gereizt "Nah, that's me man, don't you see?". Grinsend antwortete Roman " Awww yeah, you're fucking  right.", der Nigger hatte halt auf den Fotos mehr Bart als jetzt, so what? Er war dabei uns Tourtickets durch Compton anzubieten, wollte uns sämtliche Hoods der heuten Rapstars zeigen, wo sie aufgewachsen sind, dies, das. Er bot uns auch an, ein Treffen für 30 Minuten mit "The Game" für 10.000,-$ zu arrangieren. Diesen Höhepunkt der Tour, sagte er, wollte schon eine andere Gruppe erleben, allerdings konnten sie nur 650 $ statt der benötigten "Ten grand" aufbringen. Er schaute uns die ganze Zeit, in der er palaberte, mit einem True Story Gesicht an -.-


[Hier käme jetzt ein Foto von ihm rein, allerdings er( )gab Google bei der Suche nach "the game's dad" und "schwarzer nigger" leider keine Ergebnisse glaubwürdiger Bilder, wir bedauern dies sehr und auch, dass wir kein Foto mit dem Hochstaplernigger gemacht haben]

Aber als kleines Trostpflaster, googelten wir nach "schöne Frau" für euch, die nun als Platzhalter dient.

Egal was es ist, hauptsache den Weißen irgendwas andrehen, schnelles Geld machen, das war, was durch unsere Köpfe ging. Natürlich waren wir neugierig, woher er denn die wirklich echt aussehenden Fotos mit Snoop & Co hatte. Aber der Vater eines superreichen Rappers hat halt eindeutig besseres zu tun, als vor einem Nagellackstudio Touristen aufzusammeln um ihnen das Viertel seiner Herkunft zu zeigen :D
Wer weiß, was Compton so bekannt macht, weiß auch, dass es mitunter eine der gefährlichsten Gegenden der Welt ist, Schiessereien, Drive-By's, Handtaschenraub, Mord, Drogengeschaefte, Insektenhandel und Prostitution zeichnen diese Gegend, und die Hälfte davon ist einfach alltäglich, sodass nicht mal die Cops in diese reinfahren. Marc und Roman dachten sich aber schon den ganzen Urlaub lang, dort vorbeizuschauen, dieselbe Dummheit, wie die, wo Roman nach jedem Bier ernsthaft meinte, er dürfe nicht mehr Autofahren :D
Wir vergaßen zu erwahnen, dass wir in der Zwischenzeit beim Warten auf die Tickets, Essen holten bei "Popeye's", ein Laden der angeblich KFC in einem Geschmackstest schlug. Geht nicht in diesen Schuppen, es schmeckt scheiße! Als wir zurück wahren, fragte der obv finanziell abgebrannte Ne(u)gierige, ob das Chicken schmecke. Wir bejahten. Er fragte daraufhin doch tatsächlich, ob wir, in Deutschland, solches Essen auch haben. "Do you have chicken in germany?" -"no, there's a big wall with security around every ten meters and chickens are not allowed to enter the country". Das ist halt einer der Facepalms, wo man sich nicht nur die Nase danach reibt, sondern auch noch die Augen.

Gleich darauf hatte die Warterei auf den Tourbus ein Ende, wir waren froh, den verdammten Hochstaplerneger losgeworden zu sein. Wir waren auch gespannt darauf, die Behausungen der Stars, VIP's und natürlich das Hollywood Sign zu sehen, welches uns versprochen wurde.
Natürlich kam es so nicht, warum sollte es auch. Das verdammte Hollywood Sign...wir waren nichteinmal in der Nähe des Kackteils!!! Was die genervte Stimmung noch weiter aufspitze, war, Romy gab dem Guide, obv pakistanischer Herkunft, ganze 20 Dollar Trinkgeld, dafür dass er uns NICHT zum Sign gefahren hat, super Romy...das fuck Geld siehst du nie wieder und das Hollywood Sign auch nicht! Übrigens war Das Trinkgeld auf so einem kleinen Schild gestaffelt, 20 Dollar und mehr was das Maximum und bedeutete, sie will den Fahrer mit nach Hause nehmen, so sehr hätte ihr die Tour gefallen! Romy....you did it wrong! Wenn man ihn für diesen Preis mit nach Hause nehmen kann zum Zerstückeln und Verbrennen, hätte man sich irgendwo einigen können, aber das....neee. Preis/Leistungs-Fail! Wir haben dich trotzdem lieb :P.

Übrigens, hier einige Cribs und Locations am "Sunstrip Boulevard", die wir gesehen haben, an deren Besitzer wir uns noch erinnern können:

The Standard Hotel - Finde den Fehler!

The Viper Room - Club von Johnny Depp


Hier hatten unter anderem Bands wie "The Doors" und "System of a Dawn" ihre ersten Auftritte


Jennifer Aniston & Ben Afflecks Haus - True story!


Hier hat mal Elvis gelebt - zu seinen Lebzeiten! :D

Julia Roberts braucht natürlich das dickste Haus mit eigener Strasseneinfahrt.

Will Smith - eines seiner Domizile

It's Beverly Hills agaaaain, hahahaha - diesmal mit Romy. Zoomt mal zur Romans Wichserfrisur, btw. :D

Hard Rock Cafe, einige Stunden, bevor wir da rein sind.


Hier endete auch die Hollywood Tour, wir beschlossen, da der Pakistani uns nicht hingefahren hat, das Hollywood Sign zu Fuss zu erreichen. Also liefen wir, und liefen, und liefen bis Romy irgendwann keinen Bock mehr hatte "Jungs, ich kann nicht mehr, ich bewege mich keinen Meter weiter, ich bleib' hier sitzen!" "Komm jetzt,..." sagte Marc "...man kann nicht aufhören, bevor man nicht am Ziel ist!". Diese Lebenseinstellung ist Romy wohl ziemlich neu, kein Wunder, dass sie bisher nichts auf die Reihe bekommen hat. Romans gleichgültige Reaktion: "Joa...dann bleib hier halt sitzen, wir laufen weiter, komm Marc, lass sie da hocken!"


So gingen wir den Berg weiter hinauf, nach zwei Minuten kam Romy doch hinterhergedackelt, was ich und Marc eigentlich auch erwartet hatten. Frauen sind eben schwach: körperlich, geistig und in der Standhaftigkeit ihrer Entscheidungen.


An dieser Stelle trafen wir drei kleine Negerlein - neeein es waren drei Rotkäppchen auf dem Weg zu ihrer Oma, ischööörr - neeein es waren wirklich drei Mädels, allerdings waren sie auf dem Weg zu einer Poolparty, natürlich passend gekleidet, mit Lederstiefeln, Winterjacke und so, we don't foreass you, I swear! Wir fragten sie nach dem Weg, sie nutzen ihre mobilen Gerätschaften, um uns und das Hollywood Sign zu orten und eine Route zwischen diesen beiden Orten herzustellen. Laut Luftlinie, waren wir richtig, siehe Marc's im Vietnamkrieg erworbenen Naturinstinkten. Dennoch war man weitere 15 Minuten MIT DEM AUTO davon entfernt...wir gaben auf, hatten keinen Bock, liefen zur Busstation zurück und fuhren verdammtnochmal ohne das Hollywoof Sign gesehen zu haben nach Hause, danke auch Romy! :D

Unser Hotel bei ander ergebnislosen Rückkehr - zu Abend

Einmal die Kamera um 180 Grad gedreht, ergab dieses Bild

So müde wie wir waren, gingen wir auf den Vorschlag von Romy ein und legten uns für 2-3 Stündchen aufs Ohr, um Energie für den restlichen Abend zu tanken. Dabei ist folgendes, sozialpädagogisch wertvolles sowie lehrreiches Videomaterial entstanden:



Marc and me beim Abspasten im Hard Rock Cafe, wir denken, es ist der größte iPod der Welt, so unfassbar! Irgendein Behinderter macht komische Geräusche, während Marc rumspielt, obv Marc selbst.




Auf der Bühne performte ein Sänger live, während wir dinierten. Er war so überragend, seine Stimme so angenehm, seine Songs so handlungsvoll und melodisch, dass wir weder in Erinnerung haben, wir sein Künstlername war, noch die Namen der Songs oder das von seinem Album - aber tam so Powersound, ischööör! Guckt mal mittig nach links im Bild, ihr seht eine behindertengerechte Auffahrt zur Bühne. Na, hat es geklickt?.......
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Genau, wir mussten an dieser Stelle auch sofort an das Riesenbaby aus dem Bus denken. Wir erdachten uns alle möglichen Szenarien, die mit ihm auf dieser Bühne hätten passieren können, wie er mit seiner interessanten Persönlichkeit überzeugen könnte, z.B. könnte der Moderator ihn auf die Bühne rollen, im Rollstuhl natürlich, das Mikrofon runterdrehen und seinen Act ansagen: "Ladies and gentlemen, the new rising star, 'Giant Baby'! There you go buddy!"
'Giant Baby', vor lauter Lampenfieber gibt kein Ton von sich und nuckelt weiter an seinem Schnuller, vielleicht kann er aber auch nicht performen, weil ihm seine Mutter das Sprechen nicht beigebracht hatte, keiner weiss es. Nach 30 Sekunden der Stille im Raum, die nur durch sein gelegentliches Nuckeln gebrochen wurde (wir meinen jetzt aber nicht kotzen), kommt der Moderator wieder hoch und sagt: "Maaan I love this guy, he's so incredibly awesome, isn't he? Please give applause, ladies and gentlemen!". Genug von ihn, den Riesenbaby. Nun zu unserem Essen und unserer Bedienung.


U jelly? Der Kartoffelbrei, er hat schon so ohne den Soße geschmeckt, aber mit Soße, er war so noch geschmäckiger. Power ischööör!

  

Und die Ribs + Chicken, wir wollen erst recht nicht anfangen über ihnen zu reden, sie hatten sie den miesesten Geschmack auf Welt! Übrigens ein paar Worte zu unserer Bedienung:
Der Bedienernigger war einer der nettesten Menschen der Welt, wenn nicht der Netteste von allen. Roman war dabei sich in ihn zu verlieben. Er hatte den Raum mit so viel Nettigkeit gefüllt, dass wir lüften mussten!
Wir waren für diesen Abend seine besten Freunde, er sang für die Speisekarte in D-Moll vor, flüsterte uns nette Sachen ins Ohr und wollte sogar tanzen, wir machten ihm aber deutlich klar, dass wir nur essen wollten, no homo, bro.

T-Rex seine Jacke, wir fragen uns immer noch, wie sie ihm zum Teufel gepasst hat?
Ich meine, er hatte sooo kurze Arme, aber trotzdem?!

Blondie, waynt.

Eddie van Halen - Marc meint, er wäre bekannt.... Jump, Beat It-Solo von MJ

Hier zum Schluss nochmal mit Abstand die drei schönsten Menschen der Welt...ausser Romy. Der dritte ist der Typ im dunklen Hintergrund. Hier mal nen "360"-Bild:




So war auch dann der Abend nach dem Essen zuende - wir fuhren mit dem Bus nach Hause, es ist auf dem Weg leider nichts passiert...oder doch?! Dies erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag :-D.

Peace, we're out!

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