Mittwoch, 12. Oktober 2011

Tag 9: Roadrunnertrip without Romy

Um eins erwartete uns unser zweites Auto fuer diesen Urlaub. Wegen der obligatorischen Abholung am Flughafen hatten wir eigentlich keine Zeit nach dem Check In noch etwas zu machen, erinnert euch an die Distanzen in LA. Mit der "Bereit alles zu schrotten was nicht im Parkmodus ist"-Einstellung versuchten wir den Weg zum Flughafen zu finden. Wieder verkackte Googlemaps, da seine Wegbeschreibung zu Hertz an der letzten Bushaltestelle endete. DU HAELTST ES WOHL NICHT FUER NOETIG, UNS UEBER DEN 15 MINUETIGEN FUSSMARSCH AB DA ZU INFORMIEREN!!!
Just in time erreichten wir aber das riesige Autoverleihzentrum, wo es auch keine weiteren Probleme gab. Schnell fanden wir unseren Nissan Sentra (dieses Schrottteil war doch tatsaechlich zwei Klassen UEBER dem, das wir eigentlich bekommen haetten), ab da stand unserem Kuestentrip eigentlich nichts mehr entgegen. Waerend den ersten Metern der Fahrt wurde sofort deutlich, dass ein gewisser jemand bei dem Unfall wohl saemtliche Nerven verloren hat und es war nicht Marc :D Sprueche wie: "Marc, schau nicht nach hinten" -"Junge, Schulterblick ist obligatorisch" -"Jaaaa, aber du musst dabei nicht nach hinten schauen", begleiten Marc waehrend der Fahrt nach Venice Beach und sorgten bei ihm fuer Ruhe und Entspannung. Nein. Nur noch mehr Rage.
Als kurz vor Venice Beach, bei der Suche nach einem Parkplatz mit einem 5mph-Schneckentempo, es von hinten "Marc, keine hektischen Moves!" kam, drehte sich sogar Romy um (die obv auf dem Beifahrersitz sass, da sie Karten lesen kann :D) und fragte genervt-erstaunt, was denn mit dem Jungen los sei :D.
(Romans Einspruch, fragend mit Blick richtung Leser: „Stimmt ned? Nananein….Ich hab keine Ahnung hey, hör auf mich zu verarschen, hör auf mich zu verarschen alter! De hesch mich blamiert vor die Leser!“ )

Hier sieht man mal wieder, dass Roman sein Gesicht auf unterschiedlichste Weise verziehen kann, dies ist einer der Gründe, warum man ihn den "Boss" nennt.

Interessante Persönlichkeiten zu treffen gehoerte ja mittlerweile zu dem Tagesprogramm und auch in Venice Beach sollten wir einen Scharlatan der letzten Bastion der Armut treffen. Dieser Rapper ist laut ihm selbst sehr beruehmt, hat Fans ueberall in der Welt, kollabiert mit Samy Deluxe und verkauft deshalb seine CDs hier fuer 5 Dolllar an irgendwelche Touristen. Obwohl wir kein Beweis fuer seine Geschichte hatten, glaubten wir ihm.

Der Typ hinter uns, wir nehmen an, es ist Christian Bale, der, der in dem Film Batman Hauptrolle, den Joker, spielte. Wir hatten aber keine Zeit für Autogramme.

Weitere Gauklerlaeden wie "The Freak Show" waren ganz interessant, sind jedoch nicht eine Erwaehnung in diesem Blog voller Awesomer Geschichten wert. Hmm doch, denn dort wurden lauter missgeborene, tierähnliche Kreaturen gezeigt, tierähnlich, weil wir der Meinung sind, dass jemand mit Haaren im Gesicht, ein sogenannter „Wolfsmensch“, nicht als Mensch oder „homo sapiens sapiens“ klassifiziert werden darf. Auch Schildkröten, Echsen, Schlangen mit zwei Köpfen oder andere Gestalten mit mehreren Beinen konnten bestaunt werden. Ne Frau, die keine Elektrizität leitet, eine andere die ein Schwert verschlingt. Glücklicherweise waren es uns die 5 Bucks nicht wert, da reinzuschauen, so schaulustig waren wir dann doch nicht. Ich denke auch, innerlich wollte von uns keiner so eine abscheuliche und unmoralische Scheisse finanziell unterstützen. Wer sowas geil findet, wird in der Wunderkiste Google fündig (nach „Venice Beach Freak Show“ googlen).


Zählet die Augenanzahl, substrahiert 8, und ihr werdet eine verblüffende 
Relation zu diesem Blogeintrag finden!

Kennt ihr Picassos "The Scream" - Marc stand mal dafür Model - true story!

Das Geschaeft, das Roman schon die letzten Tage suchte war aber nun endlich erreicht und es hielt, was er versprach, sodass wir da drinne locker über 30 Minuten mit Glotzen, Bestaunen und Aussuchen verbracht haben. Das interessante daran ist ja, dass dieses Unternehmen neben der Erfindung dieser Idee, sich auch weltweit als Marktführer von sich in der Sonne färbender Kleidung und Merchandise etabliert hat und heute über 100 Stores in der Karibik, Kanada, Nordamerika, Alaska und weiteren Gebieten führt. Noch interessanter ist, warum sie sich noch nicht auf europäischen Raum mit ihren Produkten ausgeweitet haben, ergo nicht nur dass es diese Produkt nicht in Deutschland zu kaufen gibt, ihr werdet auch nicht in Frankreich, oder der Schweiz fündig. Klar, wozu gibt es das Internet, denken sich die Meisten unter euch Lesern, aber erstens gibt es in deren online Store längst nicht alle Motive (San Francisco-Motive gibt es nur in San Francisco ;D), zweitens werdet ihr nur „blanko“ Shirts kaufen können, d.h. mit Logo blabla…, aber ohne die Aufschrift „Venice Beach“ oder “San Francisco“ whatever, siehe Online-Shop. Somit kann jeder, der ein T-Shirt oder Sonstiges von „Del Sol“ von uns überreicht bekommen hat, versichert sein, dass er/sie jetzt offiziell V.I.P. ist…..was los?! Das heißt im Klartext, diese Leute können fortan auf Lebenszeit mit dem Boss und seiner linken Hand (obv Marc) abhängen, ohne sich deren Gunst, Respekt und Liebe erkaufen zu müssen ;). Jetzt dürft ihr anfangen, über dieses hochhaushohe Ego zu kotzen, es ist nur…Wayne hatte noch nie so viel zu tun, wie jetzt gerade!
An alle anderen: Wir haben euch auch lieb, aber nicht fast so gut wie das andere jetzt gegen... jetzt.

Marc und ich hatten eine schwere Entscheidung bei der Wahl des Siegers. Wir entschieden letztendlich, dass keiner von diesen Finalisten gewann.

Als wir nach dem Wettbewerb der schönsten Muskelfrauen beim Weiterlaufen einen Platz mit diversen athletischen Stangen und Geräten sahen, bestand Marc darauf, dass Roman allen zeigen solle, was einen genetisch-veränderten Zuchtrussen ausmacht. Sie sollten sehen, dass all ihre langjährige Arbeit an ihrem Körper, letztendlich nutzlos bleibt und all die Muskeln keinerlei athletische oder ästhetische Vorteile bringen. Seht selbst:


Eigentlich hatte Roman 101 Klimmzüge gemacht, allerdings haben wir uns dazu entschieden, das Video zu schneiden, da ihr sonst 30 Minuten lang mitansehen müsstet, wie er sie alle in Grund und Boden blamiert. Den Schnitt seht ihr ganz deutlich bei Sekunde 18, schaut genau hin. Da diese Aktion alle Zuschauer wütend und nervös machte, somit unsere Sicherheit logischerweise drastisch senkte, machten wir uns vorsichtig auf den Weg zum Auto, um zum Flughafen zu fahren.
Leider war auch schon der Zeitpunkt des Abschieds von Romy bekommen. Wir werden unseren kleinen Uruk-Hai vermissen :D Ne wir hatten mit der laessigen, zeitraubenden und lustigen Raucherin wirklich eine sehr geile Zeit und wuerden jederzeit wieder Urlaub mit ihr machen – true story :). Aber das heisst nicht, dass du dein Trinkgeld jemals wieder zu sehen bekommst du Schlampe!
"3 kleine Europaerer, die machten Allerlei,
von der einen stuerzte der Flieger ab, da warens nur noch 2."
Oder zumindest so reimten wir uns das Ende dieses Abschnitts der Reise.

Chaos-Duo

Unserer nächster unbedachter Plan: Es soll nach San Francisco gehen.
Unsere Ausruestung: Ein Auto und eine Uebersichtskarte fuer Touristen…von Los Angeles.
Das einzige was schief gehen konnte waren immer noch die einbeinigen Behinderten der Stadt der Engel, worauf warten wir also noch? Marc hatte in seinem Wasserkopf, dass wir den „Highway One“ bis San Francisco nehmen und diese Information wurde von Roman, der gar keine Ahnung hatte :D, auch mehrmals kritisch hinterfragt. Doch es gelang uns recht gut, zumindest die ersten 50 Meilen an der wunderschoenen Kueste, durch Malibu, entlang zu fahren. Mit geiler Musik und die blendende Sonne im Gesicht war es, wie Marc sagte: "Genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte", aber seht selbst.

Erkennt ihr die Situation wieder? NEIN?! Ok lest den Blog nochmal von vorne!

Jetzt aber! Nein? Ihr seid so dumm...

Als der California Highway uns weg von der Kueste ins Land fuehrte, wurden wir etwas verunsichert, was das Weiterfahren in Richtung Ziel anging.



It's in the game!

Man ist einfach sprachlos, wie schön LA nahe am Strand ist

Obwohl Marc sicher war, das er irgendwann wieder ans Meer fuehre, fragte Roman an ner Tanke den Kassierer, wie so oft, ein Inder, um Rat. Blitzschnell kam die Antwort wie ein nach seiner Beute schnappendes Krokodil, aus seinem Mund geschnellt: "wonowon" - "Can you repeat it, Sir? - wonowon!" "WHAT?" - "WONOWON". Aufgebracht, fast schon mit einem FFFFFFUUUUU-Gesichtsausdruck, schilderte Roman dem im Auto wartenden Marc den Herlauf dieser Konversation. Da vier Augen mehr denken als zwei Ohren, schlussfolgerten wir schon bald, dass dieser verdammte Immigrant wohl Freeway 101, also „One O One“ meinte. Ahhhh, alright, en route! So fuhren wir richtung Freeway, wo wir endlich den Einhunderteinser fanden und nun mehrere Stunden auf ihm blieben, aber mit chilliger elektronischer Musik plus San Andreas Soundtrack und super Laune war das kein Problem.

Der Ozean ist einfach einige Meter links von der Strasse, nicht abgegrenzt, nix!
Totaler Mindfuck für uns!


Einfach immer der Sonne entlang :D

Da wo normale Leute langfahren, ist der Strand auf einer Seite der Straße, da wo wir langfahren, auf beiden Seiten, nice nice, wuzz!


WOOOOOHHHHH, SAN FRAN!!!!

Es kam der Zeitpunkt wo unsere mittlerweile durch häufige Nahrungszufuhr, fast schon barbarenartig vergrößerten Mägen uns klarmachten, sie wollen befüllt werden und zwar mit Fastfood. So suchten wir während der Fahrt durch die Dunkelheit nach leuchtenden Schildern, letztendendlich fanden was wir wollten. Marc, da er gerne Meerestiere frisst, diese Fischfresse, wollte mir son „Red Lobster“-Restaurant unterjubeln, ich sagte dankend ab, er verstand und hatte diesen leicht enttäuschten „Okay“-Gesichtausdruck, wie schon so oft war es mir egal ;D. Nicht lange danach, fanden wir einen Taco Bell, bei welchem wir auch fix hielten und erstmal schön Tacos und Burritos verschlangen.

hässlich - posend

hässlich - natürlich

War lecker, nicht überragend, aber lecker. We felt like fucking lazy Mexicans, I swear! (Übrigens haben wir gerade aus sicherer Quelle erfahren, dass sich Mexikaner, nie, aber auch verdammtnochmal nie die Hände waschen, diese Drecksimmigranten! Danke Löffler!) Danach entschied Marc spontan sich einen Kaffee beim Drive-In eines Macces zu holen…er bekam ihnen und machte ein Happy Smile Face, denn jetzt konnte er seinen Energieladebalken wieder aufladen für 1-2h Fahrt. Ich fügte dem Kaffee Milch hinzu. Wir nehmen an, dass sich kein Team der Welt mehr ergänzt, als wir beide.

Es war bereits seit einigen Stunden dunkel, der geistig, körperlich und mental schon immer schwwach gewesende Marc fühlte eine Müdigkeit da bei seinen Auge. Wir hielten also Ausschau nach einer Möglichkeit irgendwo zu übernachten, aber nichts da, alle Motels an den Strassen hatten zu, es war schon nach 12. Wir verstanden nicht warum und rageten, wie es sein konnte, dass es nirgendwo eine Schlafmöglichkeit für hübsche Fernfahrer wir uns gab, wir dachten, sie wollen alle unser Geld nicht, weil wir förmlich danach stanken obv. Einige Kilometer weiter gab uns ein Strassenschild nahe einer Baustelle auf dem Freeway aber einen Hinweis, dass sämtliche Arbeiten erst am nächsten Tag um 9 uhr fortgesetzt werden, weil heute „Labor Day“ ist….aaaahhhhhh, wieder einer dieser sinnlos blödsinnigen, sinnfreien Feiertage, die Deutschland nicht braucht, ok.

Es geht weiter Richtung SanFran, immer noch ist es Nacht. Selbst die geilste Musik konnte Marc nicht die ganze Zeit wach halten, auch nicht nach dem Kaffee, wir nahmen somit die nächstmögliche Ausfahrt…die Ausfahrt nach San Ardo!!! Warum ich hier so dramatisch drei Ausrufezeichen setze? Ganz einfach, weil‘s die abgefuckteste und gruseligste Kleinstadt der ganzen kack Welt ist!!! Im Grunde ist das nichteinmal eine Kleinstadt, es ist eine Ansammlung von heruntergekommen Bruchbuden, überall waren die Lichter aus, es gab im ganzen Dorf vielleicht nur eineinhalb Laternen. Jedenfalls war es verdammt dunkel und wir realisierten schnell, dass es hier keine Motels gibt, und wenn, dann hatten diese sicherlich zu...nein, nein, ich WEISS es. Marc hielt nach einigen hundert Metern um dem Kaffee, den er davor konsumiert hat, wieder auszuscheiden. Er ließ den Motor laufen und die Fahrertür offen, ich hatte schon davor einige Andeutungen gemacht gehabt, dass es hier sicherlich spuckt und nachts tam so Wachleute mit Kettensägen um das Dorf laufen und einen Sektenanführer haben, der diese dann befielt und neue Leute im Dorf ausweiden und vergewaltigen lässt…aber wir rechneten mehr mit einer Begegnung mit Zombies. Während Marc sein winziges Geschäft erledigte, heizte ich die Situation weiter auf, wie krass es kommen würde, wenn jetzt wirklich so eine verdammte Horde von verdammten Untoten auf uns zurennt, so wie in diesen Zombiefilmen, mässig. Marc hatte die Hosen dermaßen voll (nein nicht mit Pippi) genau wie ich, dass er sogar meinte, ich sollte schreien wenn ich was merkwürdig Auffälliges sehen würde. Als er endlich fertig war, rannte er wie ein einbeiniger Behinderter zum Auto, knallte die Fahrertür zu, drückte bleifussmässig aufs Gas und legte diesmal erfolgreich einen U-Turn hin.
Wenn wir eine weitere kleine Armenierin angefahren hätten, wäre das diesmal unsere kleinste Sorge, infolgedessen müsste sie sowieso alleine zurückbleiben und sterben. Jeder rettet sich wie er kann! Und so fuhren wir auf und davon mit Highspeed zurück auf den Freeway und konnten zum ersten Mal wieder entsptannt ausatmen, als wir einige Meilen hitler (kann des sein?) uns hatten. Niemals werden wir diesen verdammten Namen dieses verfluchten (ich weiss, dass es so ist) Dorfes vergessen.

An dieser Stelle möchte wir dich, den Leser, dafür, dass du diesen fetten, bildlosen Textblock soweit gelesen hast mit einem schönen Bild belohnen, damit du für einen kurzen Moment deine Sinne und Lachmuskeln entspannen kannst:

Formvollendetes Exemplar einer "schönen puertoricanischen Frau" - was Google nicht alles für einen bereit hält?!

Wir schauten nach einer neuen Ausfahrt, es war immer noch Nacht und langsam ging und der Sprit aus, wir MUSSTEN tanken. Wie ihr es euch sicherlich denken könnt, hat der God of Fail auch hier kein Erbarmen mit uns gehabt. Eine beleuchtete Tankstelle, an der wir hielten, er war zwar zu, aber ischör tam so Powerzapfsäulen! Leider, wie mancher Weißer weiß, ist die einzige Möglichkeit zu tanken, mit Kreditkarte zu zahlen, damit der Sprit durch den Zapfhahn rennt, blöd nur, dass manche europäische Kreditkarten nicht angenommen werde, wie in unserem Fall. Eine halbe Stunde haben wir probiert, Benzin in den Leihwagen zu pumpen, ohne Erfolg…so langsam rechneten wir auch mit einer Übernachtung an der Tanke im Auto, denn würden wir weiterfahren, würde der Wagen garantiert mitten aufm Freeway stehenbleiben.

Zwischenzeitlich hörten wir auch ein Geräusch, dass schwer einem Fahrzeug zugeordnet werden konnte, es wurde jedenfalls immer lauter und hinten im Horizont, tauchte ein Licht auf, welches greller wurde, je lauter das Geräusch dröhnte. Es kam also definitiv etwas auf uns zu, aber was war es?!? Wir nahmen an, unsere letzten Tage waren gezählt, der Schock in San Ardo reichte wohl nicht aus. Sicherlich waren es irgendwelche irische Psychopaten in nem Truck, die nachts durch das Land fahren und nach Touristen suchen, die sie ausrauben und vergewaltigen können. Doch als das Fahrzeug dann endlich über den Hügel war, erkannten wir mit unseren Adleraugen schnell, es war ein Mähdrescher….verdammt, diese kranken Wichser heizen tatsächlich mit einem Mähdrescher rum und zerhacken alles was ihnen im Weg steht! Aber, weit gefehlt, es war ein üblicher Bauer, der seine Nachtfahrt machte…ein erleichtertes “Aaaahhhhh“ war das einzige, was uns zu diesem Moment aus dem Mund fiel! Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Kurz bevor wir dachten, FoL, kam ein weisser Ford Mustang angefahren, wie der weisse Ritter in Filmen, immer dann erscheint, wenn die Situation nicht mehr zu retten ist, ebenfalls um zu tanken. Marc ließ seine Augenbrauen spielen und machte uns eine Tankfüllung klar, bezahlte die phong’schen Knechte in bar und wir dürften heiter und fröhlich weiter fahren. Es war immer noch Nacht.
Irgendwann waren die zwei verängstigen, aber tighten Prinzen in diesem Land voller Chaos in einem geisterstadt ähnlichen Dorf, genannt „King City“, gelandet.


Hier war auch zwar alles zu, aber wir konnten einen müden Inder wecken und uns ein Zimmer für die Nacht mieten. Was? Dachtet ihr ernsthaft, wir treffen jemanden aus Saudi-Arabien? oder Hogwarts? einen Nigger? NEIN!!! Es gibs nur verdammte Inder, da bei diesen Land! Dieses Exemplar war nur ein Müdes. Das Zimmer war nicht nicht hässlich, aber schlicht eingerichtet und es war schmutzig, allerdings stank es nicht. Und für 40 Dollar darf man sich eigentlich nicht beschweren.


Nichtmal dann, wenn seltsame Substanzen an den Matten der Betten haften, zum Beispiel Blut, Sperma, Eiter, Urin und weiteres…alles in einem leckeren Cocktail ergibt, das was ihr nachfolgend sehen könnt:


Wir nehmen stark an, hier haben sich auch einige Morde abgespielt, alle Spuren deuten auf Jack the Ripper hin...oder Al Capone. Wir kommen nur nicht ganz dahinter, wie der müde Inder den Gestank von totem, verwesenen Fleisch rausgekriegt hatte, aber das Blut aus den Matratzen nicht?!
Ne halbe Stunde Fernsehen mit Bier in der Hand, scheinbar von vor Jahrzehnten aufgezeichneten Sendungen, die dann einfach abgespielt werden und aber als Fernsehprogramm an den Zuschauern verkauft werden. Glotze aus, Licht aus, Musik an.
„Gute Nacht, Marc!“ – „Gute Nacht, Roman.“
Click…clack…click…clack….
Roman: „Marc, hörst du das?“
Marc: „Was? Schlaf einfach weiter“
Roman: „Na hör mal hin…“
Marc: „Ja man, du hast recht, was ist das?“
Marc machte das Licht an, das Geräusch war weg. Vergeblich suchten wir unter den Betten, im Kühlschrank, hinter dem Fernsehertisch, konnten aber keine Geräusch oder Signalquelle orten, also machte Marc das Licht aus, wir legten uns wieder hin…und da war es wieder, CLICK…CLACK…CLICK…CLACK…WTF?!?!?

Das einzige was uns in diesem Fall noch blieb, war die Hoffnung. Die Hoffnung auf eine unversehrte Nacht, sodass wir am nächsten Morgen möglichst lebendig und unbeschadet weiterreisen konnten, denn die Rufnummer der Ghostbusters hatten wir nicht…challenge accepted!

Peace, we’re out.

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