Samstag, 2. Juni 2012

Win It All or Die Tryin'

Marc: Ja Leute, ihr habt richtig gelesen! Es gibt hier ein kleines Gewinnspiel zum (und auch NUR zum) Inhalt des Blogs.
Roman: You don't say!
Marc: Wir wollen ein Zeichen setzen und uns bei allen treuen Lesern bedanken. Uns hat es viel Spaß und noch mehr Arbeit gemacht sowie Zeit gekostet, aber jetzt sind diese drei Dinge vorbei...vorerst!
Roman: Marc du Spacko, von welchem Zeichen redest du? Das einzige Zeichen setzte deine Mutter bei deiner Geburt, als sie dich ins Leben lies.
Marc: Ok....Spannt eure Lauscher auf, sammelt euer gesamtes Wissen und konzentriert eure gesamte Energie auf die folgenden 20 Fragen. Zu gewinnen gibt es folgende Sachen.
Roman: Whatever...

1. Platz (ab 28 Punkte)













2. Platz und 3. Platz (ab 21 Punkten)
Der Zweitplatzierte hat die Wahl zwischen:
  • 1x Einladung zur closed Beta von "DotA 2" auf Steam


ODER

Logischerweise bekommt Platz. 3 die Beta-Einladung, welche übrig bleibt.

4. Platz und 5. Platz (ab 15 Punkte)
Der vierte und fünfte Platz erhalten beide jeweils
  • 1x Pokerstars "Daily Bigs" Tunierticket (Wert: 11,00$)


UND

6. Platz (ab 10 Punkte)
  • 1x Stück Scheiße (Wert: 1x Stück Scheiße)
7. Platz (ab 0 Punkte)
  • 1x gemeinsames Dinner mit Marciboy (Wert: unendlich)
(Nur für weibliche Wesen, die männlichen kriegen stattdessen Platz. 6 oder 'nen Bitchslap mit der Ferse von Roman, Marc entscheidet hierbei spontan.)

Allgemeine Regeln zum Gewinnspiel

!!! Lest sie verdammt nochmal durch, bevor ihr loslegt !!!

Verantstalter

  • Der Veranstalter dieses Gewinnspiels sind die Autoren dieses Blogs (romeyonjourney.blogspot.com).

Teilnahmeberechtigung

  • Jeder, bis auf die Veranstalter, darf am Gewinnspiel teilnehmen, jedoch behält sich der Verantstalter das Recht vor einzelne Teilnehmer nach eigenem Ermessen vom Gewinnspiel auszuschließen.
  • Der Kauf von Waren und Dienstleistungen ist nicht notwendig, die Teilnahme ist kostenlos und bringt keine Verpflichtungen mit sich.
  • Der Wohnsitz spielt keine Rolle, solange sich dieser in der Milchstraße befindet.
  • Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklären sich die Teilnehmer bereit, sich an die Gewinnspielregeln zu halten.
  • Sollte die Jury von romeyonjourney.blogspot.com bei Abgabe der Teilnehmerlösungen erkennen, dass Teilnehmer sich bei den Lösungen abgesprochen haben, so nimmt sich der Veranstalter das Recht die jeweiligen Betrüger vom Gewinnspiel auszuschließen.
  • Die jeweils zweit- bis fünftplatzierten Gewinner benötigen einen Steam-Account um ihre Gewinne einzulösen, da diese direkt an die Accounts geschickt werden. HIER kann ein Steam-Account kostenfrei erstellt werdenHIER kann der Client runtergeladen werden. Einfach installieren und mit dem frisch erstellten Account einloggen.

Benachrichtigung der Gewinner

  • Die Gewinner werden bis zu einer Woche nach Ende des Gewinnspiels per Email benachrichtigt.
  • Für den Fall, dass ein Gewinner einen Gewinn innerhalb von einer Woche (7 Tage) nach Erhalt der Benachrichtigung per E-Mail von romeyonjourney.blogspot.de, dass er/sie gewonnen hat, nicht annimmt oder nicht annehmen kann, so verfällt der Anspruch auf seinen/ihren Gewinn und  romeyonjourney.blogspot.de nimmt sich das Recht, den Nächstplatzierten als Gewinner zu erklären.
  • Bei Gebrauch einer nicht existierenden oder falschen E-Mail-Adresse oder Identität entfällt ebenfalls der Anspruch auf einen Gewinn.
  • Durch die Annahme des Gewinns stimmt jeder Gewinner zu, dass romeyonjourney.blogspot.de den Namen  (der Nachname wird dabei abgekürzt) des Gewinners auf einer Gewinnerliste bekannt geben darf.
  • Eine Auflistung der Gewinner erfolgt in nächsten Blogeintrag nach Ende des Gewinnspiels.

Punkteverteilung

  • Nicht jede Frage gibt gleich viele Punkte, welche mehr und welche weniger Punkte gibt, sehen die Teilnehmer jeweils am Ende der Frage.
  • Pro Blogeintrag gibt es ungefähr eine Frage, allerdings sind die Fragen gemixt, sodass die Reihenfolge der Antworten gemäß den Einträgen zu finden sind, ist unwahrscheinlich.
  • Fangfragen sind möglich, bei richtiger Beantwortung dieser, bekommt ihr Bonuspunkte. Hierbei spielt aber die Richtigkeit und die Kreativität der Antwort eine Rolle.
  • Einige (was bedeutet NICHT ALLE) Fragen haben unter Umständen multiple Lösungen. Seid kreativ und lasst euch nicht verunsichern.
  • Sollte es zwei oder mehreren Teilnehmern gelingen dieselbe Punktzahl zu erreichen, dann nimmt sich der Veranstalter das Recht sich den Gewinner per Zufallsprinzip auszuwählen.

Sonstiges

  • Die Gewinnspielregeln werden nach Ermessen von romeyonjourney.blogspot.de vorgegeben und alle Entscheidungen, die gemäß dieser Gewinnspielregeln von romeyonjourney.blogspot.de getroffen werden, sind abschließend und bindend.
  • Wir behalten uns außerdem vor die Regeln ohne Ankündigung zu ändern oder zu erweitern.
  • Die eingereichten Daten werden ausschließlich zur Ermittlung der Gewinner verwendet und werden nicht an Dritte weitergegeben.
  • Der Veranstalter und Sponsor des Gewinnspiels ist romeyonjourney.blogspot.de selbst.
  • Die Gewinne sind nicht verhandelbar, es ist kein Umtausch gegen Waren, Dienstleistungen und Gelder  sämtlicher existierender Währungen möglich.
  • Die Auszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Abgabe der Lösung
  • Die Lösung ist per E-Mail abzugeben an smarcphone@googlemail.com bis einschließlich Montag, den 2. Juli 2012. Copy-Pastet am besten den ganzen Fragebogen und setzt unter den Fragen eure Lösung ein, dann gibt es keine Probleme und ich muss nicht die Albaner-Inkasso rufen.

Uuund die Zeit läuft, LOS JETZT!!!!!!


Frage 0: Wer ist der Hüter von Askaban?
(2 Punkte)
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Frage 1: Was aßen wir im KFC?
(1 Punkt)
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Frage 2: Wer ist Freund und Begleiter von dem heiligen Ritter St. Denis III?
(1 Punkt)
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Frage 3:  Welches, durch ein Cartoon bekanntes Städchen, sahen wir, gedruckt auf einem Straßenschild?
(2 Punkte)
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Frage 4: Wie lauten die exakten Namen der zwei PKWs, die wir schrotteten?
(2 Punkte)
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Frage 5:  Wieviel Geld mussten wir besorgen, um "The Game" zu treffen?
(1 Punkte)
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Frage 6: Welcher Nationalität gehörte der Rezeptionist des Travelodge an?
(1 Punkt)
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Frage 7:  Welche von Marc über Jahre erarbeiteten Skills, veranlassten Roman zu tanzen, singen und 8-Zeiler zu rappen?
(2 Punkt)
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Frage 8: Welche verblüffende Relation zum Blogeintrag offenbart sich bei dem Augenrätsel?
(3 Punkte)
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Frage 9: Der seltsame Fall des...?
(1 Punkt)
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Frage 10: Welcher der in der Treppe (SF) eingravierten Namen, stach Roman und Marc sofort in die Augen?   Tipp: Die Person ist ihnen bekannt und hat ihre Lebensphilosophie beeinflusst.
(4 Punkte)
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Frage 11:  An welchem Ort, ist der größte Ipod der Welt zu finden?
(1 Punkte)
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Frage 12:  Wie lautet der volle Name des hässlichsten Menschen, der je existiert hat?
(1 Punkt)
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Frage 13:  Welcher besondere Ausblick bot sich uns, bei dem vierten Hotel, in dem wir übernachteten?
(3 Punkte)
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Frage 14: Welches RLFPS ("Real Life First Person Shooter"), spielten wir den ganzen Urlaub lang?
(1 Punkt)
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Frage 15:  Wer oder was oder wie ist der Amalgan der Unerträglichkeit?
(1 Punkt)
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Frage 16:  Welche Biermarke genossen wir am Abend des Tages, an dem eine Frau ihr Geschäft auf dem Gehweg verrichtet hatte?
(3 Punkte)
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Frage 17: Der reguläre Preis für ein Ticket nach Askaban beträgt 45$. Du hast 29.25$ und 1200 Seemeilen zur Verfügung. Wenn du Rabattmäßig den besten Preis der Stadt raushandelst kannst, wieviel Seemeilen musst du dann noch ansparen, damit du dir ein Ticket leisten kannst. (Rechenweg angeben!)
(5 Punkte)
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Bonusfrage:
Wie hieß die Location, sowie der Akt des awkwarden Geschehens damals mit Matze?
(3 Punkte)
Location: _ _ _ _ _  _ _ _ _   Akt:  _ _ _ _ _ _ _

Bonusfrage #2: 
Welche VIP's trafen wir während unseres zweieinhalb-wöchigen Aufenthaltes?
(2 Punkte)
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Es gibt insgesamt 30 Punkte + weitere 5 Bonuspunkte für die Bonusfragen + 1 möglichen Bonuspunkt fürs Teilen (nachweisbar!!!) auf Facebook, Twitter, etc.

Du hast _ _ / 36 Punkte

Peace,we're out!

Dienstag, 1. Mai 2012

Tag 17: The End is just the Beginning...

Der sog. Wucher wusste uns auf die Nerven zu gehen, an unseren letzten Tag in US und A, denn wir wuchen um 10 Uhr morgens auf, es war Checkout Time. Dieser Tag war anders als die Tage zuvor, er war mit Traurigkeit und Melancholie gefüllt. Eins nach dem anderen, packten wir unseren Scheiss a.k.a. unsere Kleidung a.k.a. unsere T-Shirts und Jeans a.k.a. unsere Textilien aus Baumwollfasern, welche von stattlichen Baumwollnegerkindern zuvor auf Bioplantagen irgendwo in Uganda unter Kony's Regentschaft gesammelt wurden, ein. Kurz gesagt, wir packten unseren Scheiss in die Taschen und verließen die Crib, in der wir kein Video für euch gedreht haben.

Vor dem Abflug hatten wir noch glücklicherweise einige Stunden Zeit, die wir mit Traurigkeit und Bloggen füllen konnten, dies setzten wir in Rat und Tat um. Wir suchten as always einen Starbucks heim, packten unser handliches Netbook aus und hauten so richtig auf die Kacke alias die Tasten, bis sie glühten. Doch beim Schulterblick nach links, stocherte uns etwas mies ins Auge. Was wir sahen, ließ uns Atmen und Blinzeln vergehen: die Gestalt eines urzeitlichen Erzdämons, entflohen aus den tiefsten Ebenen der Hölle, geschminkt wie ein Clown, gekleidet wie Pipi Langstrumpf, MOTHERFUCKER! Was die Absurdität des ganzen Bildes aber nochmal steigerte war, dass Ray Charles direkt neben ihr saß. Was haben sie besprochen? Haben sie überhaupt kommuniziert? Wenn ja, was? Auch wenn uns nichts blieb, außer der Heimflug, so wollte doch keiner sein Leben auf's Spiel setzten und der Sache zugrunde gehen. Das Maximum an Risiko, welches wir bereit waren einzugehen, war ein Foto, ein Foto, welches den Schrecken nichteinmal in seiner vollen Gestalt einfangen konnte.

Es war an der Zeit zu gehen. Wir schleppten unsere verschreckten Seelen aus dem Laden raus und gingen in die nächste U-Bahn Station, kauften ein weiteres überteuertes bart-ticket, welches uns sicher auf unserm Weg zum Flughafen begleiten sollte. Es ergab sich eine Möglichkeit, einige Fotos zwecks Statusupdate für euch zu schießen, here we go:

"Nigga, what'd you say? You see that crazy motherfucker on my right?
Make him freak out and he's gonna eat yo goddamn' stupid ass!"

Ein besonders bemitleidenswertes Japsenexemplar, es leidet am Anakondasyndrom, welches seine Beine bis zu 2,5m lang wachsen lässt. An den übereinandergelegten Beinen erkennt man, dass dieses nicht gereizt, sondern entspannt und absolut nicht angriffslustig ist. Trotzdem hatten wir Bricks geschissen.


Der armselige Versuch ein Pokerface aufzusetzen...genau so armselig, wie der Studi mit der lustigen Frisur rechts, der versucht zu pauken. Ich frage mich ob des Öfteren, ob wir genauso hässlich gucken, wenn wir schlafen.

Die Transformers Kinofilmreihe ist also keine Lüge, deutlich erkennbar an den Mitstreitern der Decepticons in Form von schwulen Libellen, welche jedoch momentan inaktiv zu sein scheinen, da der Allspark, der diesen Mistviechern Leben einhaucht, wieder verschwunden ist, zu unserem verdammten Glück.

"This is my babylike cute phongface and...
...THIS IS AIRPOOORRRTT!!!"
Weil es der letzte Tag war, bekommt ihr hier noch einige Hinterkopfschellen Videos, in denen wir unsere aufgestaute und überschüssige Energie loswarden. Ihr werdet merken, langsam entwickelten wir ein Gefühl, das uns verriet, wenn einer in der Nähe war und vorhatte von hinten zu bitchslappen:





Roman, er sieht so nett und hilfsbereit aus, ein typischer Good Guy. Dabei wissen die Wenigsten, nein nein, ich gehe eine halbe Meile weiter und sage: da letztendlich nur ich die Möglichkeit hatte, mir einen tiefen Einblick in den leeren Geist seiner sehr gestörten Persönlichkeit verschaffen zu können, glaube ich zu wissen, dass er seine Vorstellungen, Träume und Gedanken nur auf einer surrealen geistigen Metaebene entwerfen und ausleben kann, woraus sich die resultierende Erklärung ergibt, warum er niemals an die Realität, an das "Hier-und-Jetzt" anknüpfen können wird. Aber das ist mir egal, denn diese Behinderung macht ihn einzigartig, und ich bin froh, ein Stück seines geistigen Leidens, welches auch mal ins Emotionale ausschweift, manchmal teilen zu können. Ich glaube auch, dass er sich in seiner eigenen Welt sehr wohlfühlt, sodass es mich beizeiten sogar neidisch macht und ich es als manchmal als Gabe statt Last betrachte.

Gut, da warteten wir also, hatten Zeit en masse. Roman schlug eine Wette vor, da Marc die letzten Tage meinte, Roman sollte nicht so ein Dünnschiss machen wegen einer Flasche Skyy "Dragonfruit", die er einem guten Freund mitbringen sollte, weil die "Duty Free"-Shops auch welche hatten, so Marc. Roman aber sagte:

"Nein, ich wette, sie haben keinen Skyy, und wenn doch, dann bestimmt keinen mit Kirschgeschmack. Sollte ich die Wette gewinnen und das werde ich, wirst du dein Flugticket jemand anderem geben und hier bleiben."

"Ok!", sagte Marc "aber wenn ICH gewinne, musst du dir vor dem Flug auf dein Hemd pissen, es auswringen, anziehen und während des gesamten Fluges tragen (wir hatten nicht benachbarte Sitzplätze) UND wenn dich jemand darauf anspricht, dann musst du so tun, als wärst du Russe und würdest nichts verstehen."

"Deal." meinte Roman.

Also machten wir uns auf die Suche und durchstöberten sämtliche "Duty Free"-Shops und Boutiquen nach dem Skyy Vodka, wurden aber, wie Romans Gespür ihm auch voraussagte, nicht fündig, selbst nachdem Marc alles und jeden fragte, es gab alle Vodkasorten, außer Skyy. Ihr könnt euch denken, Marc musste in SF also bleiben, sein Ticket nahm ich selbst. Wie er es aber doch nach Deutschland einreisen konnte, erfahrt ihr ein anderes Mal.

Damit ihr euch genau vorstellen könnt, wie ich mich fühlte, klickt beim untenstehenden Video auf Play, singt mit (die Lyrics habe ich extra für euch rausgehört und aufgeschrieben, damit ihr wisst, um was es geht) und genießt die Bilder. "Uno, dos, tres, quattro...."




Wind Nord/Ost, Startbahn null-drei
Bis hier hör' ich die Motoren
Wie ein Pfeil zieht sie vorbei
Und es dröhnt in meinen Ohren
Und der nasse Asphalt bebt
Wie ein Schleier staubt der Regen
Bis sie abhebt und sie schwebt
Der Sonne entgegen
Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

Ich seh' ihr noch lange nach
Seh' sie die Wolken erklimmen
Bis die Lichter nach und nach
Ganz im Regengrau verschwimmen
Meine Augen haben schon
Jenen winz'gen Punkt verloren
Nur von fern' klingt monoton
Das Summen der Motoren

Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

Dann ist alles still, ich geh'
Regen durchdringt meine Jacke
Irgendjemand kocht Kaffee
In der Luftaufsichtsbaracke
In den Pfützen schwimmt Benzin
Schillernd wie ein Regenbogen
Wolken spiegeln sich darin
Ich wär' gern mitgeflogen

Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

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Marc aber, in seiner nichtigen Natur, flehte mich an, doch mitkommen zu dürfen und stattdessen eine andere Strafe zu ertragen. Ich willigte ein unter der Bedingung, er sollte neben einer attraktiven Frau sitzen und alle Sandwiches essen, die ich vorher beim Subway für mich kaufte. Diese Bestrafung klingt zwar nicht ganz so hart, wie die erste, hat es aber trotzdem noch in sich. Ich rieb mir bereits die Hände, ähnlich wie Mr. Burns aus "The Simpsons".

Nun ein wenig vom Flug aus Marc's Sicht der Gegenstände:
Irgendwann hatte ich Roman's dauernde Versuche, ein seriöses Gespräch aufzubauen, satt und versuchte ein wenig Musik zu hören. Da ich mich Roman gegenüber ausnahmsweise nicht kooperativ zeigte, wollte Roman mir auch nicht zeigen, wie man ein Headset benutzt. Nun war ich also ganz auf mich allein gestellt. Erst beim dritten Versuch (Bild 2) fand ich heraus, wie man das Headset an den Schädel fügt.


Die erste Etappe war geschafft, nun musste ich den Kopfhörer nur noch an eine musikwiedergebende Quelle anschließen. Das gelang mir leider nicht, dabei verausgabte ich mich mental und geistig so sehr, dass ich ins Reich der Träume entführt wurde. Übrigens, spätestens bei diesen Bildern, wurde auch uns klar, dass es im Schlaf noch hässlicher geht, auszusehen, als wir es ohnehin schon tun, here's the proof:



Ihr seht das rechte Bild? Der Typ, er hat schon den ganzen Flug Marc immer wieder leicht angepustet (vom Hintersitz), beobachtet hat er ihn auch schon die ganze Zeit und ließ ihm ab und zu kleine Messages in Form kleinerer Papierfitzel zukommen (Do you wanna walk with me - No - Yes - Maybe; ihr kennt das ja aus der Oberstufe). Als Marc dann endlich einschlief, nutze sein Hintermann diese Gelegenheit sofort, um ihn sein Ding volle Breitseite in den Mund zu schieben und von ihm eine komatöse Fellatio zu bekommen. Allerdings hatte er nicht damit gerechnet, dass Roman hellwach war und dasselbe vorhatte. Nachdem niemand bei Schere-Stein-Papier gewonnen hatte, einigten sie sich erstmal auf einen Waffenstillstand.
Ohne Bestrafung oder das absichtliche Zufügen von Schmerzen, ließ Roman Marc dann aber doch nicht davonkommen. Zwei Stunden später passierte dann folgendes, was er freundlicherweise für euch auf Video festhielt.

Nach ca. 11 Stunden Flug landeten wir gegen Mittag in Düsseldorf und mussten erstmal eine verdammte verdammte verdammte halbe Stunde auf unser Gepäck warten. Dies war die längste Wartezeit unseres Lebens. Wir schlugen sie zu Brei, indem wir Leute beobachteten. Dabei stach uns ein kleiner, aber feiner Mann, der aus Indien zu stammen schien, besonders ins Auge. Er war von nicht allzu großer Statur und faltig, hatte die Größe und das Volumen eines Babys und musste unserer Meinung nach gebügelt werden. Doch ob wir ihn anständigerweise bügeln sollten oder nicht, darum geht es hier nicht, es geht ums Prinzip. Es erinnerte uns an den 'seltsamen Fall des indischen 'Shherchcks chchrrerrrk' ".

Ersteinmal hieß es, Handys usw. im McDonalds aufzuladen, Telefonate machen, Toilette, dies, das, jenes, etwas, ihr wisst. Dann weiter mit dem Gepäck raus aus den Terminals, ins Monorail, zurück zum Bahnhof...und da war er nun, der Moment des Abschieds, der Moment, den man versucht solange wie möglich vor sich herzuschieben bis es schier nicht mehr möglich ist, weil irgendwann für jeden die Zeit kommt, Abschied zu nehmen. Genauso hier, Marc versucht seine Tränen und seine Wein-Meme zu unterdrücken, während ich kurz davor bin, wie ein neugeborene Seerobbe zu weinen.


Dieses allerletzte Foto zeigt deutlich, das wir unzufrieden im grauen Deutschland angekommen sind und uns selbst innerlich dringend zurückwünschten, auch wenn Roman behindert-komische elfenbeinmäßige Ohren hat. Roman sagte sogar spaßeshalber, dass er alles tun würde, um dorthin zurückzukommen, und wenn es seine Schwester ist, die er zur Prostitution zwingen müsste, ist. Seems legit.

Doch dies soll nicht das letzte Abenteuer gewesen sein. Eventuell folgt definitiv ein weiteres, wenn Roman sein Leben auf die Reihe kriegt und nicht als Hartz IV Empfänger endet und Marc nicht an Gelbsucht oder Reisvergiftung stirbt. Und wenn es klappen sollte, wohin würde die Reise diesmal gehen? Wer weiß, vielleicht geht es direkt in die Hölle selbst, oder die beiden Prinzen werden im Land der aufgehenden Sonne endlich zu Königen gekrönt. Vielleicht aber bauen sie sich eine Rakete und fliegen zum Mars, wie Bruno. Vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls solltet ihr auf der Hut sein, die Zukunft verbirgt manchmal unerwartete Dinge und Ereignisse. YOU DON'T MOTHERFUCKIN' SAY :D

But the most important part is: stay tuned, bitches!

Peace, we're out.

Sonntag, 1. April 2012

Tag 16: "How about a pearl oyster?"

WAS FÄLLT IHNEN EIN? WAS DENKT IHR, WER EUCH GEZEUGT HAT? WIESO UM GOTTES WILLEN LASS IHR UNS NICHT EINFACH SCHLAFEN, IHR PLAGEN DER SÜNDE?!?!?!

Warum wir so reagieren, fragt ihr euch? Nun, wir haben euch im Vortag bereits gespoilert, dass unsere Heimat direkt neben einem Phongkindergarten angesiedelt war, dementsprechend war auch der Geräuschpegel zur Noontime mit lauter "Ching Chang Chong" Geplapper gefüllt. Wir meinen aber auch darunter schwarze und weiße Kids gesehen zu haben, jedoch keine Mexikaner, obwohl die Augen noch voller Sandmännchensand waren. Eine weitere unserer berühmten Annahmen ist, dass die mexikanischen Familien sich die Kindergartenbeiträge einfach nicht leisten können. Da wir aber jetzt durch Reisfresserblagen geweckt wurden, mussten wir den wundervollen Tag mit Sinn und Verstand füllen. Wir wussten genau, dass wir demnächst abreisen werden, wir wussten aber auch genau, wann der Friseur offen hat, den wir die letzten Tage heimsuchten. Die Haare mussten so oder nicht so weg! Wir konnten es uns nicht leisten daheim mit Beatles-Schnitten aufzukreuzen (nein, nicht mit Yoko Ono, Cynthia Lennon und Co.), dies würde nämlich bedeuten, die einheimische Bevölkerung müsste annehmen, oder gar mit 95% Trefferquote sicher sein, dass es in Kalifornien oder gar den sämtlichen Vereinigten Staaten keine Friseure gibt oder dass die Beatles wieder zurück von ihrer jahrzehntelangen Welttour sind! Deshalb mussten wir unbedingt zum Friseur, um dieses potenzielle Dogma ein für alle mal zu annulieren. Und hier seht ihr, was der Friseur, obv eine Phonghexe aus Romans Kopf zubereitet hat:

Dat ass!
Um mir zu beweisen, dass die Frau keinen Schaarbernack getrieben hat, schoss Marc ein Bild von meinem Hinterkopf, es war rein optisch ok, man konnte sich wieder halbwegs ohne Tüte sehen lassen, preislich lag ich bei 18,-$. Offenbar aber konnte Marc sich dies nicht leisten, NEIN NEIN, er wollte es sich nicht leisten, er hatte zuviel Angst, sie würde seinen Wasserkopf in etwas noch noch noch abartigeres verwandeln....in einen Eis- oder Dampkopf oder ihm gar einen Heckenschnitt verpassen! Somit ließ er es bleiben, auch nach nach mühevollen Überredungs- und Bestechungsversuchen meinerseits. Marc ließe sich lieber nach guter, alter, deutscher Tradition in seinem Geburtsland die Haare schnippeln, für den gleichen Preis, mit einem ansehnlichen Gesprächspartner, den er versteht und der ihn versteht, ganz klassisch, like a Sir. Dann wurde halt an diesem Tag aus dem Duo kurzerhand "Da Fresh Prince and his footboy".

Wohlgefühl wieder auf 100%, jetzt lässt sich der Tag nun auch ganz anders gestalten!
Die drei Segregationsjungfrauen
Dieses gigantische Hotel passierte uns, uns stachen dabei die drei Jungfrauenstatuen in die Pupillen. Ihr erinnert euch noch an die drei Affen, den Blinden, den Tauben und den Stummen? Das Bild, wo Marc inmitten der drei Nagetiere sitzt und selbst wie eine misslungene Reinkarnation aller drei, vereint in einem Körper, darstellt? Nun, die drei hier waren ähnlicher Statur, ähähähä, allerdings war ihre Aufgabe zu Zeiten der Pestpandemie im 14. Jahrhundert mehr oder weniger die Blinden, Tauben und Stummen zu sortieren, sie selbst waren völlig gesund. Die Tauben und Stummen wurden jeweils nach rechts uns links gebeten, die Blinden sollten direkt den mittleren Weg, zur Rechten und Linken der mittleren der Jungfrau, beschreiten. Letztendlich war es egal, wer welchen Pfad beschritt, denn sie alle wanderten in Richtung Scheiterhaufen, die Entsorgung von körperlich minderbemittelten Menschen, war in der Bay Area bis zum Rezensionsgesetz 1979 Gang und Gebe, wohingegen psychisch  kranke Menschen an amerikanischen Universitäten seit Menschengedenken lehren, bestes Beispiel: Stephen Hawking.


Einige Blickwinkel nach links konnten wir diese reizenden, obersten Stockwerke des Hilton bewundern. Schaut euch nur diese gläsernen Wände an, wäre das etwa nicht geil, ganz da oben in seiner eigenen Suite splitternackt am Fenster zu stehen und die Leute unten mit einem Fernglas zu beobachten? Achtet mal auf den roten Stuntman mittig im Bild, er ist gerade dabei, die Anfangsszene für den Blockbuster "Am Limit" zu drehen, er ist gerade kurz davor, einen Backflip zu performen (Ihr glaubt nicht? SCHAUT DOCH SELBST!), unten landet er dann in einer Feuerwehrhüpfburg, denn die Fangmatten, die sie sonst immer haben, sind out of date. Nach 15 Minuten "Public Viewing" machten wir uns auf, irgendwo irgendwas irgendwie zu essen. Da Subway uns die letzten Tage und Wochen als delizöser Nahrungs- und Kohlenhydratelieferant gut diente, zögerten wir nicht lange, als wir einen Eingang zu solchem sahen. Für mich durfte es wie immer "Chicken Teriyaki" sein, Marc war interessiert, neue Geschmacksrichtungen zu erforschen. Für ihn sollte es irgendwas mit Avocado sein. Bevor er aber den größten Fehler seines Lebens machte und etwas bestellt, von dem er nicht weiß wie es schmeckt, sichert er sich erstmal ab, und probiert die Sauce. So bat er den Mexikaner ihm etwas davon auf ein Gurkenstückchen zu pressen um es dann zu verschlingen. "Can I try this one first?" fragte er. Ich wollte ihm nicht sofort ins Wort fallen und ihn korrigieren, dass es besser klänge, wenn er "may" und "taste" in seine Satzkonstellation einbauen würde, nein, ich tat es direkt nachdem er seinem grotesk klingenden Satz freien Lauf ließ. Er meinte aber, es sollte auch so verständlich sein. Okay. Der Mexikaner hatte es also korrekt verstanden und die von Marc gewünschte Sauce direkt auf seinen kompletten Footlong gespritzt. Marc verspürte eine leichte Errektion, fing aber gleichzeitig an mürrisch zu gucken und wollte den Subzubereiter am liebsten vergewaltigen, denn töten wäre zu human. Seine Laune könnt ihr sehr schön der obigen Abbildung entnehmen.


Gestärkt und mit etwas besserer Laune, marschierten wir weiter Richtung wilden Westen. Für den heutigen Tag war nochmal Pier 39 Shopping angesagt, denn einige Geschenke bzw. Mitbringsel waren noch nicht akquiriert, außerdem könnte das Wetter nicht schöner sein für einen Catwalk. Unser Weg führte uns auch wieder am Tortoise vorbei, wo uns folgendes auffiel:




Danach sind wir auf weitere wunderschöne Impressionen gestoßen, die natürlich festgehalten werden mussten. Marc schaffte es nicht, er hatte nicht genug Kraft, ich hingegen aber schon:


Da viele Straßen in dieser Stadt derlei krasse Steigungen haben, müssen die Autos entsprechend irgendwie parken, ich hatte die ganze Zeit dass starke Verlangen all diese Fahrzeuge umzuflippen, weil sie fast zu kippen drohten, wie der "Table Flipping Guy" halt, ihr wisst schon.


Jedesmal, wenn man von unserem Hotel in Richtung Küste ging, lief man erst bergauf und dann... na? 3mal dürft ihr raten... bergab, genau! Jedenfalls machte es einfach Spaß, diesen Weg abzulaufen und bei diesem schönen Wetter schon dreimal. Nichts konnte diesen schönen  Tag verderben, jedoch wurde er für einen Moment getrübt, denn wir sahen eine Gruppe von Hurensöhnen, die grade eine Stadttour auf ihren Segways unternahmen (wenn ihr nicht wisst, was das ist, yahoo'd es gefälligst), ein Privileg, was eigentlich den beiden Lustknaben nicht verwährt sein dürfte. Doch 80 Dollar, meine Fresse, für diese Tour ist einfach zu viel. Es steht nicht in Relation zu dieser Leistung. Nichteinmal wenn wir im Lotto gewonnen hätten, hätten wir diesen Geizkrägen unser Geld in den Rachen geschossen, lieber hätten wir ihr erbärmlich kleines Unternehmen gekauft und dem Erdboden gleich gemacht. Da wir Mord erstmal auf unserer USA Checkliste abgeha(c)kt hatten, blieb uns nur der gefällige Blick (weil wir grade den Hang wieder herunterliefen, ähähähäh) aus unserem nicht vorhandenen Waffenarsenal übrig. Wir zogen unsere müden fettleibigen Körper weiter gen Küste um dort neidisch auf die Häuser des Telegraph Hill zu starren.

Ein simples...

...Panorama...                                     
...Foto.

Endlich am Pier angelangt (um zu sehen, wie ihnen aussieht, ischöör checkt doch selber Tag 11 und haltet den Fresse!) gingen wir absolut sicher (und damit meinen wir nicht nur unseren absolut gefahrlosen Gang über das hölzerne Laminat des Piers), dass uns keine gute Geschenkidee durch die Finger flutschte und beschlossen,  jeden Laden des Piers zu inspizieren. Werft alle Touristenführer der "Fisherman's Wharf", die ihr bisher kennt, aus dem Fenster und hört nun unserer Beschreibung zu, denn sie ist unkommerziell und zertifiziert.



Geschäft #1: Die Grotte des Phongs
Neben einigen Gewändern, die wir über unsere nackten Körper zogen, denn ihr wisst, Seide und nackte Haut, er ist tam so der perfekte Kombination mäßig. Roman probierte natürlich Gewänder für Frauen aus, bis ihm die Verkäuferin die Herrenabteilung zeigte. Im altertümlichen Japan kämpften die Samurai des Hattori Klans unter ihrer Rüstung komplett nackt, nach den Fights, sofern man noch am Leben war, zog man sich seidene Kimonos über und ging im Garten Sake unter'm Krischblütenbaum trinken. So bot dieser Laden aber weder Sojasoße, noch Krabbenchips. Als Spezialisten mit ernährungsberaterischer Funktion entschieden wir: Nothing to do here.


"If you meet these guys that dressed, you know shit just got serious!"

Geschäft #2: Der aqua-physiotherapheutische Saloon
Wie ihr wisst, ist Marc durch den Verlust seiner Wohnung und das ständige Generve seines dreist-dummen russischem Hundes, die letzten Tage sehr angespannt gewesen. Der Wassermassage-Salon zehn Meter weiter kam deshalb sehr gelegen. Leider boten diese Abtrünnigen der Neuwelt keine Massage für Hunde an, merkwürdig, denn der Ladenführer war selber ein ganz dreckiger hybrider Bastard. Er versuchte mit sämtlichen Sparangeboten uns die merkwürdigsten Entspannungstechniken anzudrehen. Es fing an mit zwei "Rückenpads", wir kennen die exakte Bezeichnung für dieses Teufelsgerät nicht. Der Kameltreiber platzierte sie auf Marc mickrig-schwachen Schultermuskeln und drückte ihm der Gerät dazu in die Hand. Mittels elektronischer Impulse wurden seine Muskeln dazu veranlasst seine Schultern hochzuziehen und kreisen zu lassen. Auf Stufe zwei von zehn war es wahnsinnig angenehm, die Gänsehaut kroch einem über den Rücken, nein, sie rannte förmlich über die Poren Marcs albinoähnlicher Haut.
Aber Stufe 2 von 10? - Challenge accepted! Roman begutachtete in einem Meter Sicherheitsabstand, wie das Schlitzauge das Volume rasant auf 10 pushte. Dabei gleichte diese Metamorphose der eines Epileptikers on 2nd Base, der Zuchtrusse hatte also tatsächlich das Glück, den zweiten Anfall zu sehen (in Eintrag "Askaban wants you" wird der erste beschrieben und auch erwähnt, dass diese Anfälle selten sind). Er sah dabei aus, wie eine Taube, die ihre Flügel bei einem Kettcarunfall verloren hatte, bei dem Versuch zu fliegen, es war fabulös! Anstatt Marc in ein Krankenhaus zu bringen, versuchte uns der Reisbauer Flüssigkeiten, die man sich durch die Nase ziehen sollte, welche dann für sinnliche Düfte und Entspannung sorgen, für Geld anzudrehen: das war unser Signal zu gehen.

Geschäft #4: "Pearl of the Caribbean"-Store
Da war dieser Stand, fast wie eine kleine Booth, innen drinne gefüllt mit Regalen gefüllt mit Schmuck und Federn. Es gab gerade eine Sonderaktion, mit miesen Muscheln. Es war ein bisschen wie Tombola oder Lotto, nur dass die Chancen etwas besser standen. Die Muscheln beherbergten Perlen, echten Seeschmuck also. Nur, und jetzt kommt der Haken, man wusste nicht in welcher Muschel die Perle war! Es galt also herauszufinden, in welchen davon die Perlen versteckt waren, so wie mit den Kinder Ü-Eiern, die man schüttelt und deren Gewicht mit anderen Ü-Eiern vergleicht, in der Hoffnung, man erwischt einen dieser Hippos, die damals so begehrt waren, zumindest als Roman und Marc einst kleine Pisser waren: wir waren förmlich süchtig danach! Die normale Asiatin, diesmal eine sexy Augenweide, lockte uns mit einem Angebot, dass nicht mal vier Hände abschlagen konnten, aber seht selbst:


Zwischenakt: Kasperletheater mit Gandolf dem Trickbetrüger
Nachdem wir uns von der netten Verhandlungskünstlerin verabschiedet hatten, liefen wir bis zum Ende des Piers, wo uns eine Veränderung zum letzten Mal auffiel. Sie hatten eine Art Bühne aufgebaut, davor waren an die 50 Stühle platziert, wir vermuteten also, es muss einer der ganz großen Entertainer in der Stadt. Wir gingen einen Schritt weiter. Nun, vor der Bühne stehend, sahen wir einen Mann, der grade ein kleines Mädchen auf die Bühne gelockt hatte. Uns packte die Neugier und wir nahmen Platz, sehr zu unserem Verhängnis, denn dieser Entertainer stellte sich als eine Mischung aus Magier, Comedian, Puppenspieler und Trickbetrüger heraus, der sich zwischen diesen vier Arten nicht entscheiden konnte. Sie nannten ihn Gandolf. Sein Arsenal bestand aus verschiedenen Kästen, einem Tuch, einem Safe und seinem fleißigen, aber sinnlosem Mundwerk. Die gesamten 15 Minuten verbrachte er damit, verschiedene Gegenstände zwischen den Kästen hin und her zu bewegen und verschiedene Leute auf die Bühne zu rufen. Er hatte bei all dem Ganzen keine erkennbare Pointe, konnte aber erfolgreich den Kindern ihr Geld stibitzen und ihnen dann wieder als Dank für das Auf-die-Bühne-kommen schenken. Wir hofften nur, dass er uns auf die Bühne bitten würde, aber unsere Hoffnungen blieben ungeleert, wir mussten ihn also töten. Er starb an Atemnot, das Zaubertuch in seinem Halse blockte sämtliche Luftwege. Die Hälfte der Geschäfte hatten wir, abgeklappert, die, die keiner Erwähnung wert sind, haben wir... wait for it... nicht erwähnt. Falls ihr aber doch wissen wollt, wo zum Fleischer Geschäft #3 abgeblieben ist, sollt ihr wissen, es war ein Audioladen, hatte viele Low-Budget Kopfhörer, dessen Kackmarke wir nichteinmal erwähnen möchten, wir wollen ja nicht Schleichwerbung verbreiten, nachher gehen einige von euch und kaufen die Scheisse. Die Verkäufer präsentierten uns einige davon, und eine ganz nettes, portables und vor allem lautes Musik-per-Bluetooth-Abspiel-der-Gerät, es war ne halbe Boombox von der Lautstärke her, war beeindruckend, jedoch brauchten wir Expeditionisten sowas nicht, denn Marc als passionierter Musiker hat all die Jahre lang an seinen Panflötenskills gearbeitet und konnte somit, wenn uns langweilig wurde, die unangenehme Stille mit einer aufmunternden Melodie füllen. Manchmal durfte es die Super Mario-Theme, manchmal die deutsche Nationalhymne sein, zu der Roman dann tanzend einige zusammenhanglose 8-Zeiler in halftime freestylte-rappte. Unser Rückweg schlängelte sich über folgende Geschäfte.

Geschäft #5: Linkshänderladen
In diesem Geschäft erhoffte Marc ein Geschenk für Matze zu finden, denn wie ihr alle wisst hat der gute zwei linke Hände und einen rechten Fuß. Nette Gadgets hatte dieser Laden zugegebener-mäßig, von Topflappen über Ringe bis zu Linkshänder-Vibratoren. Doch die Scheiße war so teuer, selbst der Vibrator, der für den Held der Welt sehr praktisch gewesen wäre, hat 9,90$ gekostet. No present this time it is! Aber ein Stück weiter war der DelSol San Francisco Laden, dort sollte sich wohl ein Schlüsselanhängerring oder ähnliches finden lassen, die sie einem nachwerfen :)

Geschäft #6: DelSol
In Eintrag 9 wurde schon genau beschrieben, wie awesome diese Textilienkette ist, die es in Europa noch nicht gibt. Wir holten nochmal welche mit extra San Francisco-Mustern. Marc zeigte sich großzügig und holte auch Matze ein Shirt, auch Vollwaisen brauchen hier und da mal etwas Scheinliebe :D.


Mit viel Liebe und brodelndem Öl wurden auch diese Minidonuts gemacht, von denen sich Roman einen Eimer genehmigte. Das Problem dieses immer gefräßigen Russen ist, er nimmt den Mund zu voll und schafft immer nur die Hälfte, von dem, was er sich kauft. Dafür, die andere Hälfte wegzuschmeißen oder Tauben bzw. Obdachlose zu füttern, ist er aber auch zu geizig, ergo lief er wie ein Vollidiot mit dem Donuteimer durch die Stadt. Danach sind wir in einige weitere Klamottenläden rein um o.g. Stuff zu besorgen, nothing special about that.

Nach den letzten Einkäufen am Pier verließen wir diesen mit einigen Taschen an unseren Armen und liefen in Richtung Hotel zurück. Auf etwa halbem Wege sahen wir ein vor einer Baustelle pausierendes Cable Car. Uns fiel schlagartig ein, dass wir dieses Must-do auf unserer Liste bisher ausgelassen hatten. Mit dem absolut letztem Geld, dass unsere Portemonnaies innehatten, wait... "Roman, warum hast du 30 Dollar mehr als ich übrig?" Marc erinnerte sich, dass er ja jeden Tag 5$ unbemerkt in die Brieftasche seines so unaufmerksamen Kollegen schmuggeln konnte. Nun brüstete er sich erstmal über diesen Erfolg, verlangte aber gleichzeitig sein Geld, plus Zinseszinzen, die sich automatisch über die Tage in seinem Geldbeutel generiert hatten, zurück. Roman ging diesen Handel gegen eine Gegenleistung in Form einer Zahlung von 60$ von Marc ein. Ein fairer Handel, dessen war Marc sich sicher und dachte sich im Inneren, dass er den Russen jetzt schon zweimal übers Ohr gehauen hat. Marc ist und bleibt ein Meister der Täuschung mit Arglist und Divergenz.

Die Wassermassage hätte Marc's erhitztem Gemüt gut getan...
...aber ein Blowjob von Roman (seine Hand im Bild) hat's auch getan...
...deshalb will er seinen verschmierten Mund nicht zeigen. Marc war wieder guter Dinge.

Nach anfänglichem Stressens über die Tatsache, dass wir nun den gesamten beschissenen Weg nochmal müssen, fingen wir an die Fahrt zu genießen. Das Ganze hatte etwas erfüllendes, einmal nicht Sorgen haben, wohin es geht, einmal nicht ein Auto fahren zu müssen mit einem nervigen Beifahrer, sondern sich einmal vom Wind der Freiheit treiben zu lassen und wie eine Feder durch die Luft zu gleiten. Wir fuhren bis zum Ende der Strecke durch, welche wieder der "Fishermans Wharf" und somit an der Küste endete.

Der fette Denker - ein Visionär, der die Dinge von heute,  bereits morgen sieht.
"Not sure if he is just looking retarded or really acting like one."
Suizidgefährdeter Mann - jeder weiß, CableCars halten nicht an Kreuzungen!
Bevor du, der Leser, die folgenden Buchstaben- und Wortketten aneinanderreihst und versuchst deren Zusammenhänge zu verstehen, starte bitte zunächst diese schöne, instrumentale Stück, welches man des öfteren aus dem Zirkus kennt. Und erst DANACH, richte bitte deine Augen unter das Video. Danke.


Nun kannst du mit dem Lesen fortfahren. Als unsere CableCar-Fahrt zu Ende war, bekannterweise hat ja alles eines oder mehrere Enden, dieses hier leider nur eins, musste dieser straßenbahnähnliche Wagon umgedreht werden, diese Kutschen können immer nur geradeaus fahren, nicht rückwärts. Es bedarf aber zwei sehr starker Männer um das ganze zu erledigen, es dürfen meist schwarze Männer sein, denn die Weißen sind entweder fett oder haben nicht viel Kraft in ihren Würstchenkörpern, weswegen hier sehr schön der Begriff "Black Power" greift. Um das ganze ein wenig spektakulärer zu machen, wird bei jeder Wendung  Zirkus- bzw. Clownsmusik aufgelegt, so haben auch die Schaulustigen Spaß am zuschauen.

Hier wird der Wagen per Hand reingefahren...
...im Takt zum Zirkusinstrumental um 180 Grad gedreht...
...und anschließend darf das CableCar die gleiche Route wieder zurückfahren.
Wir waren froh, dieses Naturschauspiel hautnah miterleben zu dürfen. Aber was jetzt? Marc wollte unbedingt Jizzy B's Haus aus GTA San Andreas anschauen, bzw. die Golden Gate von einem anderen Blickwinkel betrachten. Schaut mal hier, wie detailgenaureichhaft die Entwickler von Rockstar an diesem Klassiker gearbeitet haben:

Die Brücke schien gar nicht so weit weg zu sein, aber der innere Anblick kann ja bekanntlich oft täuschen. Wir berieten uns und aufgrund von negativen Aspekten, wie die herantretende Dunkelkeit, zermatschte Füße oder eben der nicht einschätzbaren Distanz. Letztendlich entschlossen wir, es bleiben zu lassen. Wir gingen aber noch in einen Kiosk um uns aufzufreshen. Die Liquor Stores dort haben Eistees mit 682 Milliliter Inhalt für 1$ in vielen exotischen Geschmacksorten. Wieso solch eine kosmische Befüllungsgröße gewählt wurde, wissen wir nicht, aber es schmeckte awesome und können diesen Drink definitiv weiter empfehlen. Damit ihr das nicht vergesst, setzt das auf eure USA-to-do-Checkliste, wenn ihr mal das Glück haben solltet dorthin zu fliegen. 

Etwas gestärkt gingen wir den wohl letzten langen Marsch dieser fantasievollen Reise an. Doch dieser sollte noch sehr anstrengend werden, denn Roman tat mal wieder sein Bestes, nicht zu wissen, was er überhaupt tat oder wohin wir laufen sollten. Was ihr hier links seht, ist Ghirardelli, eine Schokoladenfabrik. 1851 gegründet, ist sie die zweitälteste unabhängige Schokoladenmarke der USA, seit 1998 ist sie eine Tochtergesellschaft der jedem in Deutschland bekannten Schweizer Marke "Lindt". Sehr zu empfehlen ist auch der Wikipedia Artikel über diese Firma, denn dort ist alles nochmal interessanter und wissenswerter erläutert.

Ich beschloss, im weiteren Verlauf des Heimweges, ein kleines Experiment mit dem so ahnungslosen Roman durchzuführen. Wie weit kann ich gehen? Bis zu welchem Punkt überwiegt seine Dummheit bzw. Planlosigkeit seine Vernunft? Wenn ich die Klippe herunterspringe, folgt er mir dann? Es galt endlich die Antwort auf all diese Fragen zu finden. Ich ging also absichtlich in die falsche Richtung und schaute, ob er mir folgte - Aber wie ein Esel mit einer Karotte vor der Nase, tat er es. Ich frage mich immer noch, wie man selbst nach 10-maligem Durchqueren einer Stadt so orientierungslos sein kann. Nach drei Blocks zu weit nach Osten gelaufen, löste ich mein kleines Spiel auf. Ihm nochmal unsere Lage, sowie die genaue Lage des Hotels, erklärend, bereitete ich ihn gleichzeitig auf seinen letzten Test vor, oder wenn ihr so wollt, seine letzte Chance, zu beweisen, dass er nicht komplett nutzlos ist. Zur Bestätigung, dass er verstanden hatte, was ich ihm erläuterte, nickte er mit dem Kopf. "Komm Roman, lass jetzt gehen, wir wollen heute noch nach Hause kommen" sagte ich euphorisch und ging abermals in eine falsche Richtung. Ihr könnte es euch sicher denken, er folgte mir abermals - Faith in Roman completely lost. Was mich aber am allermeisten ärgerte, werdet ihr wohl bereits ahnen - DIESES VERDAMMT IGNORANTE SCHULTERZUCKEN UND SEINE WAYNE-ATTITÜDE! Ich habe ihm hoch und heilig versprochen, irgendwann breche ich ihm sie, dann wird er nie wieder wie ein schwangeres Meerschwein zucken. Der Background unseres Blogs könnte hier besser nicht passen.

Das Portrait, vertikal eher mittig, horizontal eher nicht mittig orientiert, aber von der Diagonale richtung Osten auf 3 Uhr ausgerichtet, verändert sich magisch von Foto 1 links zu Foto 2 rechts, schaut genau hin!


Die Nacht tritt ein (und damit meinen nicht Kickboxing, was ihr schon denkt).
Die Lombardstreet bei Nacht - Ebenfalls schön anzusehen.
Kaum daheim angekommen, liefen wir auch schon direkt wieder los, denn es war kurz vor 11pm und wir wussten, der Chinaman aus dem Zagat Guide, dessen Kuhfutter wir noch probieren wollten, machte um 11pm zu. Diesmal hatte er auch geöffnet, doch er war kurz davor die Küche zu schließen, also hieß es rasch was zum Mitnehmen bestellen. Obv war unser Festmahl nicht sofort zubereitet. Unsere Wartezeit verbrachten wir, indem wir uns das Restaurant etwas unter die Lupe nahmen. Wie immer fiel uns etwas auf, was gewöhnlichen Leuten nicht auffällt. Unser Fund war auch ein Hinweis dafür, dass jenes eins der exquisiteren Restaurants in SF ist, unser Taschengnom verspricht einfach immer die Wahrheit.


Müde vom ganzen Laufen und beängstigt durch die Dunkelheit mit ihren Schattenkreaturen selbst, schritten wir voran, unsere Ärsche schnellstens in Sicherheit zu unserer zeitweisen "Crib" zu bringen. "Daheim" angekommen fragten wir uns, was der nächste und letzte Tag in dieser Stadt, diesem Land, diesem Kontinent bringen würde. Die Nachtzeit schlugen wir wie gewohnt mit ein wenig Bloggen, unseren Fäusten und sonst Schlafen tot.

Peace, we're out.