Montag, 30. Januar 2012

Tag 13: "Askaban wants YOU!"


Hier stehen wir nun, vollgepumpt mit Drogen in irgendeiner Bar in San Francisco, dem Tode nahe. Wie konnte es zu dieser dramatischen Situation kommen? Schauen wir uns den Tag mal genauer an:

Tag 13 war ein ganz besonderer Tag: wir hatten unsere 30.000 Seemeilen angesammelt und konnten diese nun in zwei Logentickets auf dem ganz normalen Überfahrtsboot eintauschen. Leider haben wir die Tickets gegen ein Schaf und zwei Türgriffe eingetauscht. Warum zwei Türgriffe fragt ihr euch nun? Tja, wenn ihr die Tür dann nur von einer Seite öffnen könnten, würde euch wohl selber klar werden, dass es ein schlechter Tausch wäre. Zum Glück dachte Roman daran und wir konnten einen guten Handel abschließen. Wir wollten trotzdem auf Askaban gelangen, also kauften wir zwei weitere Tickets, übers Internet und holten sie direkt am Pier bei Mr.Crabs und nicht über Dritte oder Vierte. Um 1:30pm sollte es losgehen, wir gingen etwas spät los, was auch der Grund war, dass wir wie zwei Behinderte mit einem Schaf am Pier entlangrennen mussten. Zum Glück waren wir gerade noch rechtzeitig da. Als wir schon fast dabei waren, dem Schaf einen Namen zu geben, machte die Kontrolle beim Boarding uns einen Kreis durch die Rechnung. Das Schaf durfte nicht mit, ergo versenkten wir es schweren Herzens im Bay von San Francisco. Dies stellt sich später noch als schwerwiegender Fehler heraus.
Wir betraten also mit 5000 anderen Seemeilensammlern, aber ohne Schaf die Fähre, die unseren Vorstellungen der Sicherheitsstandards absolut nicht entsprach. Bosslike, wie ihr es von uns gewohnt seid, platzierten wir unsere beiden süßen Prinzenspopos am Deck in Richtung Backbord.



Dieses Boot drohte zu Kippen. Wie man sieht, versuchen die Leute mit ihrem Gewicht das Boot auszubalancieren, während wir, Touristen wie sie, fotografieren und amüsierend auslachen. Je mehr wir uns der insel näherten, desto klarer wurde die Sicht, es ploppte ein Warnhinweis auf kurze Übersetzung auf gut Deutsch: "Betreten der Insel verboten, bei Zuwiderhandlung kommt Grimbart aus seiner Höhle und fickt euch in den Arsch.". Wir haben uns die Übersetzung von lokalen Sprachexperten bestätigen lassen. Challenge accepted!


Nach einer ca. 20-21 Minütigen Fahrt und weiteren gesammelten Seemeilen, dockten wir auf Askaban an. Nach einer kurzen Ansprache eines fetten weißen Securitytypen mit Autotune-Stimme, gingen wir auch sofort die zickzackförmige Straße hoch, um die Insel zu begutachten. Wir wollen euch nicht mit langweiligen Details über die Insel langweilen, wenn ihr mehr wissen wollt, besichtigt sie doch selbst.




Am Anfang nur eine Pistole, erweitere sich diese Gun durch verschiedene Gadgets, Add ons und Upgrades, Nach und nach zu diesem Prachtexemplar damaliger Rüstungstechnik. Es gab einen Schalter, bei dem man zwischen Tommygun, also dem großen Ganzen und der kleinen Pistole wählen kann. Es kam nicht selten vor, dass man vergaß den Schalter umzulegen und sie im "Normalmodus" als Tommygun zu benutzen. Man schoss sich dann von hinten in die Hand.

Zu dieser Jahreszeit fliegen ungewöhnlich viele Wale an San Francisco vorbei, unter Wasser versteht sich.

Die hängenden Gärten von Babylon wurden hier detailgetreu nachgebaut.


Die Massendusche in welcher alle Sträflinge gemeinsam an einer bestimmten Uhrzeit duschen mussten. Nicht nur, dass das Wasser immer kalt war, die Duschen bewegten sich auch noch wie in einem Sushirestaurant um den Häftlingen das Reinigen ihres Körpers so schwer wie möglich zu machen. Die Wächter machten sich zudem einen Spaß daraus, den Insassen die Seife aus der Hand zu schlagen.


Linkes Bild: "Because being jailed without headphones is too mainstream."
Rechtes Bild: Diese Zelle gehört zu den Luxusvarianten. Leute die frisch reinkamen, besaßen das abgebildete Möbiliar nur teilweise oder gar nicht. Dieses hier hatte offenbar einem gehört, der sich schon einige Privilegien erarbeitet hatte. Wenn man sich diese Privilegien durch beispielhaftes Verhalten verdient a.k.a. genügend Ärsche geleckt hatte, durfte man sogar Accessoires wie ein Schachbrett besitzen. In dieser Zelle gab es tatsächlich einen Ausbruch, der durch das Durchschaben der Wände mit einem Löffel ermöglicht wurde. Dies erinnert auch obv an den Film "Die Verurteilten".


Rechts: Asian ninja strikes again. Nein im ernst, was will uns der Vollidiot damit sagen?

"Forever Alone"-Baum. Welches Muster versteckt sich noch in diesem Bild?

Askaban besitzt eine der größten Seemövenkolonien der Nordküste Kaliforniens.

Der Warner Bros. Wasserturm. Marc ist begeistert.

Es gab keine Hinrichtungen auf Askaban, jedoch fünf Selbstmorde und acht Morde.

Chillen with Mr. Möwe bis zu nächsten Fähre.


Deutlich erkennbar ist, dass Mr. Möwe über Marc's Anwesenheit nicht sehr erfreut ist, denn Mr. Möwe ist ein Rassist, er hasst Phongs und fette Securityleute. Nach einigen Stunden wissenschaftlicher Fortbildung auf dieser Insel des Grauens, fingen die erste Dementoren in der Nachmittagsgräue an aufzutauchen. Schleunigst mussten wir das ehemalige Bundesgefängnis, dort wo damals Familien selten ihre Türen abschlossen, verlassen. Zum Glück erwischten wir noch eine Fähre, einige andere Touristen hatten weniger Glück. Ihnen wurden die Seelen aus den Körpern gezogen.

Zurück auf dem Festland, meldeten sich unsere Mägen zum Rapport. Roman hat schon die ganze Woche damit genervt, dass er unbedingt zum SF Hooters will. Er meinte auch, er hätte ihn am Tag unserer Ankunft beim Cruisen am Stadtrand gesehen und wüsste ganz genau, wie er dahin kommt. Ich erinnerte mich an die vielen Male zurück, wo Roman immer in die entgegengesetzte Richtung des Zieles gelaufen ist, bzw er immer um mindestens 180 Grad falsch lag, ganz zu Schweigen von seinen Kartenleseskills. Mein Instinkt sagte mir, ich solle nicht auf ihn hören und wir gehen lieber in ein Restaurant, von dem wir den Standort sicher kennen, aber mein Freundschaftssinn riet mir: "Gib ihm noch eine Chance, zu beweisen, dass er kein wertloses Stück Scheiße ist".


Wir liefen also los, immer an der "Küste" entlang, denn dort sollte sich besagter Hooters befinden.
Wir legten eine nicht unbeachtliche Strecke zurück und unsere Füße fingen langsam an unsere Mägen nachzuahmen: sie schmerzten. Erfreulich war aber, dass wir die "Akademische Kunsthochschule" auf diesem Weg sahen, einen schönen kleinen Park durchquerten und einige Kunstwerke bewundern konnten.

Paint in Real life

Ein wirklich seltsamer Spielplatz für Kinder

Wir liefen und liefen und liefen. Während sich mein Gemüt mit einem Grad pro Meter, den wir zurücklegten, erhitzte, bestand Roman immer noch darauf, dass es nicht mehr weit seie und wir den Hooters gleich sehen müssten. Nach einer Weile veränderte sich die Umwelt um uns herum Downtownmäßig. Langsam kam mir das ganze nun nicht mehr Spanisch (wie immer, wenn Roman die Leitung übernimmt) sondern allmählich Chinesisch vor. Ich fing an ein paar Leute zu fragen, wie weit es denn noch sei. Die meisten verstanden mich obv nicht, da sie ihre eigene Sprache nicht beherrschten, oder auf meine Schlitzaugen starrten, anstatt mir zuzuhören. Letztendlich, erschien uns der allwissende Wegweisergeist in Form eines weißen Blumenhändlers. Dieser Vollidiot von Untermensch schien mich aber auch nicht zu verstehen, nachdem ich ihn nach Hooters fragte. "Ah, you mean hoodaz?!" 


Er erklärte uns, wo unser Zielort sich genau befand. Wir waren fast da, nur dass wir die zurückgelegte Strecke in die falsche Richtung gelaufen sind. Wo wir tatsächlich hinmussten, wird anhand folgender Karte deutlich:


Daraufhin Marc:


Obwohl der Weg nun doppelt so lang war, wie ursprünglich, verging die Zeit doch relativ schnell, da Marc mit Ragen beschäftigt war und Roman damit, seine Dummheit zu rechtfertigen, was ihm offenbar auch noch Spaß bereitete. Der Streit ging allerdings nicht lange und legte sich bereits am Abend. Als wir dann aber endlich in der ersten Kaserne des guten amerikanischen Fastfoods angelangt waren, vergaßen wir unseren Streit, denn wir waren hungrig wie Kakteen im Spätherbst und wollten nur essen. Wir nahmen beide die "Daytona Beach Spicy Wings", von denen Roman schon in LA begeistert war...ich fand sie scheiße. Begleitend zu dem Mahl leisteten wir uns in unserem sparsamen Urlaub ausnahmsweiße mal je zwei Bier, aber nur, weil es Happy Hour war. "Wer den Dollar nicht verehrt, ist den Quarter nicht mehrwert!" sagt man zumindest drüben.


Fotos mit Hooters Girls sind ein Muss, daher steht Marc hier mal Modell und übt aber im gleichen Atemzug Kritik aus, dass Kinderarbeit auch in den USA mittlerweile vollkommen alltäglich ist. Wenn ihr etwas auf der Speisekarte nicht versteht, dann fragt nicht, was es heißen könnte, uns konnte die kleine IQlose z.B. nicht erklären, was "Coleslaw" (=Krautsalat aus Weißkohl) ist. Marc fragte sie explizit, ob es etwas salatartiges sei, sie antwortete mit "Nein" bzw. wusste es nich. Als sie es dann brachte, war es halt doch Krautsalat, Marc erkannte diese Speise sofort, ihm war nur der Name nicht bekannt, was er auch der "Waitress" mitteilte. "I told you it wasn't salad.^^ ähähähähhä". Offenbar erkannte sie nicht, wie Marc zu diesem Zeitpunkt gelaunt war. And again...


Und jetzt der Hotshot des Monats:

"Cüüüüss moruk! Was ne Fettfresse, digga, ischöör, er der größte Opfa, waaass loss. Letzte Woche, er macht sich noch so an mich ran, heute, er macht so auf Passionshengst, waaass loss!?" Nein im Ernst, der tägliche Fraß in den FastFood-Ketten macht euch innerhalb zwei Wochen locker zur ner fettleibigen Kreatur, waaas loss. Das ist echt nicht witzig, dort es ist eine ernstzunehmende Problematik.
Vermutung Nummer 1: Er sieht imo sehr sexuell erregt aus, schmiedet aber gleichzeitig Pläne, wie er die zwei Hotties in Scheiben schneiden wird.
Vermutung Nummer 2 greift dann, wenn Vermutung 1 nicht dies nicht tut und die besagt, zu diesem Moment herrscht in seinem Kopf einfach nur stille Leere. Je länger ich mir diese Anmaßung von Fotografie anschaue, desto eher tendiere ich zu Fall 2. Btw, am I doing this right?




Weder wir, noch irgendjemand anderes konnte uns sagen, ob diese Straße aufwärts oder abwärts geht.
Wir nehmen aber an, sie führt direkt zum Eingang in die Hölle oder Hogwarts, eins von beiden. Wir gehen noch einen Schritt weiter, und sagen...wait, what? Natürlich liefen wir da nicht weiter, sondern 1,5 Meilen außen rum.

Irgendwann abends kamen wir wieder zurück in die Jugendherberge. In unserem Bungalow von Zimmer, welches wir wie bereits erwähnt mit 9 weiteren sogenannten Menschen aus aller Welt teilten, waren jetzt auch einige Mädels. So spontan wie wir sonst immer waren, sagten wir ihrer Einladung, irgendwas zusammen trinken zu gehen zu, wir hätten sonst eh nur gebloggt. Man gab uns zu verstehen, wir wären nicht die einzigen, die imstande waren Deutsch zu sprechen, eins der Girls, bekam tatsächlich mit, wie wir am letzten Abend im Zimmer einen Lachkrampf hatten. Ihr erinnert euch noch an die Fußattacke? Wir hofften nur, dass sie das von ihrem Bett aus nicht gesehen hatte, setzten unser bestes Pokerface auf und wechselten das Thema.
Es waren drei weitere Franzosen dabei, die sich später als recht interessante Trinkpartner entpuppten. Die dunklen Weiten der Stadt erwarteten uns mit ungebändigter Gier. Vor einem Liquor Store, nicht weit vom Hotel entfernt, warteten wir auf einen seltsamen Typen, den alle nur "Jesus" nannten, Wir fanden es seltsam, er konnte nämlich keine Wunder vollbringen. Laut der gesamten Begleitung, war er vollkommen durch den Wind geweht. Recht wenig überrascht zeigten wir uns, als die Mädels nach einem kurzen Telefonat mit ihm, uns mitteilten, dass "Jesus" es fertig brachte, bekifft die Treppe runterzustolpern, wie ein Homo, Juuunge :D. Anscheined brach er sich dabei irgendeinen zum Betrinken wichtigen Knochen, vll. Rückenwirbel, keiner wusste es, jedenfalls begab er sich richtung l'Hospital. Wieder einmal wunderten wir uns, dass er sich selbst nicht helfen konnte. Anyway, wir fuhren straight mit der Metro zum "Mission district".


Dort entschieden wir uns, eine der ältesten (es heißt sogar es wäre die älteste) Bars aufzusuchen. Ihr Name war "Elixir", recht klein aber gemütlich und ziemlich stimmigmäßig. Die Mädels hatten anscheinend mit "Jesus" dem hirnamputierten Lustmolch gekifft, denn sie hatten aus dem Nichts Hunger und mussten erst ein Restaurant aufsuchen.


Zum Foto rechts:
Ich bin und bleibe wohl einer der wenigen, die live bei Marc's seltenen Epilepsieanfällen dabei sein durften, vielen, vielen dank Marc! Ich werde diese wertvollen sowie lehrreichen Sekunden, in denen du auf'm Boden kauernd wie eine Raupe lagst und dabei Geräusche eines brütenden Raben nachmachtest, während ich dir nicht half,  nie vergessen. Die Träne, die ich beim Schreiben dieses Absatzes vergieße, ist also nur für dich, Bro, no homo ;).

1 Pitcher Antoine, 1 Pitcher Roman, 1 Pitcher Marc und wir sind wieder raus. Fällt euch die ungleiche Verteilung der Getränkekosten auf. Richtig, auch wenn es absolute Idioten gewesen wären, wären wir wohl noch in eine zweite Bar mitgekommen, um unseren wertmäßig ausstehenden Alkohol einzufordern. Die Franzosen waren aber echt cool, wir redeten auf Englisch, welches sie für Franzosen recht gut beherrschten, besser als die Mexicaner und Phongs der Vereinigten Staaten. Als wir die erste Bar verließen, seilten wir uns auch automatisch vollständig von den Weibern ab, a.k.a. sie haben uns ignoriert, a.k.a. sie haben uns ignoriert, weil wir sie zuerst ignoriert haben. Wir hatten halt unseren gemütlichen kleinen Kreis von Dichtern und Denkern, Richtern und Henkern, ähähähähä und dort war einfach kein Platz mehr für irgendwelche logiklosen Waschweiber. Die nächste Bar, die wir heimsuchten, hieß "The Green Lantern", was soviel bedeutet wie "die grüne Laterne". Dort angekommen, bestellten wir uns gleich mal ein paar Tequila Shots, welche einfach mal doppelt so groß waren wie in gewöhnlichen deutschen Bars. Wir schlussfolgerten, dass dies "double Tequilas" waren.

Ziemlich angetrunken, bemerkte Marc irgendwann ein weiteres Bier vor ihm auf der Bar. Ohne sich zu fragen, woher dies denn sei, oder wer es bezahlt hatte, trank er es einfach. Roman und Antoine erzählten mir aber, dass mir der Drink von einer älteren Frau (ca. 30-90 Jahre alt) hingestellt worden war und diese Frau hinter mir saß. Ich spähte nach hinten und sah eine, ich kann mich nicht genau erinnern, aber ich glaube es war eine eher hässliche MILF, eine der Sorte, die systematisch Jagd auf ahnungslose, junge, gutaussehende Exoten wie mich machen. Dem nicht genug, kam eine jüngere Dame mit einer Freundin rein und belegte die beiden Plätze neben uns. Beim Hinsetzen bemerkte ich, wie sich ihre Weichteile erheblich gegen die Meinigen drückten. Als sie dann auch noch zweimal ungefragt von meinem Drink probierte, sagte Roman: "Cüüüs moruk, quote mote, waaas loss, ischöör digga, warum baust du nicht tam so eine Debatte mit ihn auf!" Also tat ich, was mir mein Bro riet und fing an ihnen zu debattieren, mit vielen Klauseln natürlich! Der Smalltalk endete aber unerwartet abrupt mit der Beantwortung der Frage, woher ich denn kam. Das nächste Mal werde ich wohl ein anderes Land, als Deutschland, nennen. Tatsächlich schien sie ein verdammtes Problem damit zu haben, dass ich aus Deutschland komme, oder sie kannte die Bedeutung des Wortes "Germany" nicht und dachte ich wolle sie verarschen, sollte ja nicht das erste Mal gewesen sein (Justin, u mad, bro?). Die Lösung dieses Rätsel war simpel wie eh und je: Logic Level: Women.

So gegen 4am haben wir uns aufgrund von Romans Kopfmerzen und intensiven Trunkenheitsgrades endlich entschieden, uns auf den Weg zu machen. Wir verabschiedeten uns von Antoine, Philippe und Jean-Pierre Lecoq und verließen die Bar in Richtung U-bahn Station. Pustetorte! Sie war geschlossen. Also nahmen wir uns gezwungenerweise ein Taxi und ließen uns royalmäßig zu unserem Schloss kutschieren und ließen unsere fast-toten Seelenhüllen zu Bette fallen.

In diesem Sinne:

Peace, we're out.

Freitag, 13. Januar 2012

Tag 12: Night at the Museum

Uns gehen langsam die kreativen Anfänge aus, daher mal profan gestartet: Wir standen um 10 Uhr a.m. auf, fertig gemacht für die City of Love, unterwegs in den nächsten "Untergang", ähähähäh. Aber halt! STOP! Zuerst die Arbeit, dann die Bäuche vollstopfen. Tagesziel numero uno: Wäsche waschen. Nach nerviger langer Suche, fanden wir auch unseren Phongschuppen mit einer Phongfrau die obv. Chefin war und einer Weißen, die ihr Gesellschaft leistete. Wir ließen und fix unterweisen, wie die Waschmaschinen und Wäschetrockner zu bedienen waren und überließen wieder die Phongchefin der Einsamkeit. Wobei ein paar Wörter zur Unterweisung: Die Ladenbesitzerin konnte uns keine einzige Frage bezüglich der Wahl des richtigen Waschvorganges oder der Wahl des richtigen Waschpulvers (es gab auch chlorhaltiges Waschmittel, you know!), wie die meisten Asiaten, konnte sie mit ihrem Englisch nicht überzeugen, im Grunde konnte sie bei einem "Ja" nur mit dem Kopf nicken oder ihn bei einem "Nein" schütteln. Vielleicht war es aber auch umgekehrt, anyway, Integration: failed. Frühstück war nun angesagt, so sah das ungefähr aus:



Während Marc gerade seine erste Hälfte zuende kaut, warte ich schon lange darauf, dass wir den Laden verlassen. Gestärkt mit Vitaminen und Ballaststoffen war das zweite Tagesziel, einen verdammten Starbucks aufzusuchen (wir wurden süchtig), um ein wenig zu bloggen, was sich aber gar nicht so einfach herausstellte, wie gedacht, denn am vorherigen Tag, stießen wir jeden zweiten Block an diese Orte der Sinneserregung, plötzlich aber sahen wir zu jenem Tag keinen einzigen dieser überbewerteten "Kawarnias", wie der Pole so schön sagt, wir waren wie blind. Unsere Adleraugen fanden aber doch bald einen dieser Räume, wo Apple-Zombies den ganzen Tag onanierend am Wifi des jeweilige Cafebetreibers zehren. Folglich gab es keinen Platz für zwei Jungspunde mit einem Windows-NetBook. Wir stocherten weiter in der Stadt herum, wie in Kuhscheiße, fanden auch ein ansehnliches Caféchen, dort saßen zwar auch verdammte MacUser, aber wir fanden Platz auf einer bequemen Couch. Marc bestellte schon früh am Vormittag einen bewährten Cumshot und ich ein nicht identifizierbares Getränk, denn eigentlich war es ein Tee, mit Muttermilch von der Kuh, der ein wenig nach Kakao und Wiesengras geschmeckt hat, der meine Geschmacksrezeptoren total verwirrte. Serviert wurde er auch mit einem Symbol der Liebe, welches auch einige von euch in "Green Hornet" gesehen haben könnten, nur nicht von einem Karatejapsen gemacht, sondern von einem süßen Fräulein, ischöör sich hat sich bestimmt tam so verliebt, ne. Der Beweis:


Alle Ideen in Buchstaben und Sätze umgeformt, den Kaffee ausgetrunken, Busverbindung rausgesucht, gings zur Bushaltestelle. Auf dem Weg dorthin, musste Roman unbedingt einen GameStop rein um paar frische Games abzuchecken, die bekanntlich oft on Nordamerika frühere Releases erhalten als in Europa. Kurz auf ihn nicht aufgepasst, erwischte ich ihn an der Konsole, dieser ewige Kacknerd.


Endlich an der gwünschten Bushaltestelle angekommen, fiel uns eine Ansammlung Schachspielender Kanaken auf. Es war jede Sorte von Unrat dabei: der gehbehinderte Rollstuhlfahrer, der geistig Gestörte, der Mexikaner und der Klabauternigger. Sie alle hatten zwei Dinge gemeinsam: sie waren behindert und spielten Schach.


Das interessante daran: es war schwarze Schachspielerei, es ging um echte Geldbeträge, manchmal bis zu 100 USD pro Spiel, welche nicht selten 3-10 Minuten dauert, eine sogenanntes SpeedChess, bei dem beide Spieler zunächst 5 Gramm Speed durch die Nase jagen, bevor das Spiel lostgeht. Während Marc diesen Freibeutern der Neuzeit zuschaute (obv. hätte er gegen sie gespielt und auch gewonnen, aber er spielt nicht um Geld), näherte sich eine unscheinheilig wirkende weibliche Gestalt von kleiner Größe und fragte ihn, ob er ihr sich mit Handys auskenne und ihr bei der Konfiguration ihres Handys helfen könnte. Zeitlich unter druck lehnte er ab, und gab ihr zu verstehen, er kenne sich mit ihrem Handymodell nicht aus. Sie gab aber nicht nach, versucht nun gar dieses Mobiltelefon zum Sonderpreis von nur für 10 Dollar zu verscherbeln. Auch hier blieb er erbarmungslos und verdeutlichte ihr, er bräuchte kein zweites Handy. Sehr suspekt wirkte sie, als sie anbot sie zu daten für dieses Crackgeld obv. einen Austausch sämtlicher Körperflüssigkeiten mit ihr durchzuführen. Irgendwie schaffte er sie sich vom Hals zu halten, idealerweise kam auch schon der Bus. Damit ihr eine Vorstellung habt, wie eine Crackhure aussieht, bitteschön:






Noch nie war Roman erleichterter in einen Bus eingestiegen zu sein. Es war überfüllt und wurde von einem Blindemnigger mit Sonnenbrille gefahren. Wir mussten stehen, hatten aber kein Problem damit, denn der fuhr richtung Golden Gate Park, dem Ort, der alle Wünsche wahr werden lässt. Unsere Augen wanderten im Bus umher, auf der Suche nach verdächtigen Merkmalen wie zB. einem Schild, das besagt, man solle Sitze für behinderte Wesen freihalten. Da wir eh nicht sitzen konnten, standen wir, denn es waren kein Sitzplätze mehr frei, deswegen blieb uns nicht anderes ürbig. So interessiert an Kultur, wie wir sind, beobachteten wir die Leute und stellten Vermutungen, anhand ihres Aussehens, über sie an. Unsere Schlussfolgerung war, dass alle die sitzen, tatsächlich auch körperlich oder geistig behindert waren. Wir gehen noch zwei Schritte weiter und sagen: Es ist so! Eine obv. afroamerikanische Frau mit abgedunkelter Sonnenbrille (ich glaube so langsam gehen wir über die Gürtellinie -.-), die vor uns saß, sah verdächtig wenig behindert aus, aber so richtig fast nicht behindert. Aber das konnte ja nicht sein, denn sie saß, also fragten wir sie, ob sie uns den Platz frei machen könnte. Was sie darauf antwortete, während sie die Sonnebrille abnahm, haut uns heute noch regelmäßig den Vogel raus, sie sagte folgende Worte: "DO I LOOK LIKE I'M NORMAL?" Ihre Augen starrten dabei in die entgegengesetzten Richtungen, also nach oben und nach rechts. Tatsächlich hatte sie aber gar keine Augen! Zumindest ereignete sich das so in unseren Köpfen. Also schnell sich von diesem Schock wieder ablenken und nach Draußen starren.

Wo wir aussteigen mussten, wussten wir nicht genau, besser gesagt gar nicht. Wir fragten eine ältere weiße Frau um Hilfe. Sie meinte, wir sollten in zwei bis drei Haltestellen austeigen, dort befänden wir uns etwa in der Mitte des Parks. Von wegen alte Hure! Die Haltestelle, die sie uns vorschlug war im ersten Achtel der Gesamtlänge des Parks, also musste sie sterben. Wir verfolgten sie und stachen ihr mit einem Messer 52mal in den Kopf.  Nein Spaß, wir ließen sie laufen.
Für diejenigen, die es nicht wissen, der Golden Gate Park einer der größten Parks der Welt und übertrifft sogar den Central Park in N.Y.C. Doch wir hatten Glück im Unglück, denn wir waren im kulturellen Zentrum des Parks angelangt, welches auch exakt die Interessen unseres Urlaubs wiederspiegelt.

 That awkward moment when you realise, that the trees you're watching, are performing 
an exotic sex position and you feel forever alone.

Son, i'm dissapoint


Es ist der Weltmeisterschaftspokal von 1995, der von Lothar Matthäus im Tischtennis gewonnen wurde. Ihr dürft nicht allem trauen, was ihr seht. Die Beschreibung auf dem Bild ist veraltet, nur wenige wissen, dass der Pokal von Lothar den freien atheistisch-kabarettistischen Christen San Franciscos gespendet worden war. Aber die Christen haben es zuweit getrieben und den Pokal für finstere Mächte eingesetzt. Er sollte ein Portal zur Hölle öffnen, doch bevor die Dämonen vollkommen entkommen konnten, verwandelte der heilige Ritter St. Denis III den Pokal mithilfe seinen Freund und Begleiter Wasserschwein Timotheus, in ein Gemisch aus 50% Stein, 31% Eisenoxid und 14% Laugensäure. Die restlichen 45% ist ein bisher unerforschtes russisches Material.



Marc will das Himmelreich erobern und Roman wünscht, er wäre irgendwie Freddie Mercury.


Ein Haus auf dem Kopf, btw wo ist Marc?

 What kind of sorcery is this?? Houseption!


Der ursprüngliche Plan, als wir den Park betraten, war, das Museum "Haus auf dem Kopf", das viele Werke bekanter Künster beherbergt (zb. von Denis-Joseph Silberberg) zu besichtigen. Aber wir waren zu spät. Also beschlossen wir, die "Academy of Sciences" gegenüber zu besichtigen. Was sich aber weniger scheißer als das andere jetzt gegen herausstellte. Gleich im Eingangsbereich trafen wir auf einen etwas älteren Zeitgenossen, den wir Philosorex tauften, denn er wirkte auf uns wirklich nachdenklich, also würde grade der Meteroitenschauer einschlagen und er sich fragt, weshalb seine Arme so kurz sind.  Nachfolgend seht ihr die Highlights aus unserem Besuch in Terrarium, Aquarium, Paladium und nicht dem Planetarium, welches wir verpasst haben wegen Marc.

Nicht lange nach unserem Eintreten, sahen wir diese Tafel. Wie konnten wir daran vorbeigehen, ohne die Welt an unseren genialen Ideen teilhaben zu lassen?

Wie konnten wir an dieser Tafel vorbeilaufen und die Welt nicht an unseren Ideen teilhaben lassen? WIE? Da derjenige, der das Unausgesprochene im Glashaus versteckt, bekanntlich kein Gold aus dem Mund scheißt, entwarfen wir sofort eine Notiz mit einer Idee, die so gut war, dass sie von dem Amerikanischen Sender CNBSWBCB für eine Naturdoku übernommen wurde. Seht selbst (btw ihr solltet die ersten 11 Einträge gelesen haben, damit ihr versteht) Ruft nochmal die Armenierin zurück da bei euren Gehirns, sie dachte bestimmt folgendes:




Das fliegende Mammut, er ist Vorfahre des fliegenden Fisches. Obv is obv.  Die rückwärtige Entwicklung seines Größe, ist auf folgende Theorie zurückführen: Nach der Periode der Kreidezeit sank der Gehalt des Anabolikums in den 7 Weltozeanen drastisch durch das Einwirken von verschiedenen Gasen, die im Folge des Meteroitenschauers ausgetreten waren. Die Gase gingen eine Fusion mit dem H2O Molekül ein. Infolgedessen verringerte sich die Wasserdichte des Wassers um das vierfache ihrer eigenen Zentrifugalkraft. Dies rief die Miniaturisierung vieler Wasserlebewesen, die uns heute bekannt sind, hervor.

Chillin' with Mr. Giraffe

Chillin' with Mr. Bird (wer sieht ihn? nicht den Fehler, sondern den Vogel!)


Chillin' with  Mr. Butterf... wait what? ischörr diese Missgeburten! Linux hat unser Bild geklaut und es als Standard-Desktophintergrund in ihrem Betriebssystem gemacht. Wenn ihr nicht glaubt, ischöör kauft selber Linux!

Special Agent Frogger im Stealth Mode, ähähähähä

L'evocation


le staring contest

 obviouslement le fish a gagné

Facepalm 5 million years before it was cool

Unter dem eigentlich Museum gibt es eine Safari-Area, wo du mit dem Jeep rumfahren und exotische Tiere jagen kannst. Das haben wir aber gelassen, konnten aber stattdessen heimlich ein Foto schießen.


Alle Geheimnisse unseres Kulturerbes gelüftet, überlegte sich Marc, wohin er mich heute zum Dinner ausführt, sein Restaurant-Guide, ein kleiner burgundroter Reisegnom, der in die Hosentasche passt, gab uns den Tipp, wir sollen doch mal im "Great Eastern" vorbeischauen.



Da wir kleinen Fabelwesen mehr trauen als Menschen, machten wir uns auf in Richtung dieses Speiselokals. Es war bereits dunkel, nach mehreren zurückgelegten Blocks durch Chinatown fanden wir endlich dieses bescheidene mittelgroße Phongrestaurant und betraten es, obwohl es gerade dabei war zu schließen. Besonders auffällig war, wie ein kleiner Phong, in Dresscodekleidung, also weißes Hemd und grünes Jacket, wie alle anderen auch, eine Kristalldeckenleuchte polierte. Wie die meisten Einwohner und Arbeitskräfte in diesem Land machte auch er einen recht knechthaften Eindruck auf uns. Im leeren Restaurant wurde uns der Tisch zugeteilt, wir bestellten, warteten ein wenig und bekamen endlich unsere Speise.


Namaste, Mamaste!

Passt gerade.

 Passt teilchenweise.

Marc vergleicht die Speisen, ob er sie auch mit seinem Anus essen könnte. Wie krank ist er bitte? Jeez...


Das Essen war excellent zubereitet, geschmacklich fast unübertreffbar, zu fairen Preisen. Roman fand nur, die Portionen hätten ein wenig üppiger ausfallen können, aber ihr kennt es ja aus den vorherigen Einträgen, wie verfressen er sein kann, Zuchtrusse eben. Was uns jedesmal negativ aufstößt, ist die Erinnerung, wie uns diese Phongs, die einst selbst "Stranger" in diesem Land des schwarzen Regenten gewesen sind, uns, ihre Kunden, also Könige, behandelten. Da wir ja sehr spät reinkamen, ca. 20 Min. vor Ladenschluss, standen sie quasi mit verschränkten Armen auf die Uhr schauend hinter uns, während wir (s)aßen. Wir ließen uns aber nicht bedrängen und dachten gar nicht, daran das Kautempo zu erhöhen. Interessant zu erwähnen ist auch, dass wir ja beide extrem hungrig waren, Marc aber erdreistete sich auch noch dazu, probieren zu wollen was Roman sich bestellt hatte, Roman willigte aber nur ein, wenn Marc eine Chili von seinem Gericht essen würde. Zunächst wollte er nicht, später jedoch beim Verlassen des Restaurants ließ er sich das nicht auf sich sitzen, auf ewig als kleine Phongpussy deklariert zu werden, und tat was sein kaum vorhandener Männerstolz ihm befahl: er aß die Chili. Einige Augenblicke später, hätte er sich gewünscht die Zeit zurückdrehen zu können. Die Geräusche, die er von sich gab, gleichten dem Schnaufen eines gebärenden Ochsens während der Menstruationsperiode. Schwindel begleitete ihn, da er kein Eis hatte, musste er tief Luft ein- und ausatmen um nicht zu sterben, fluchte dabei jede Sekunde und machte Romans Mutter dafür verantwortlich, dass er die Chili aß. Umad, bro :D? Hart im Nehmen, weich im Geben, überlebte seine eigene Überheblichkeit gerade noch so. Btw. als wir raus waren, polierte der Poliererphong immer noch, fuck his life.

Ganz normale Pennermeile irgendwo in SF, diese Penner sind entweder minderjährig oder aber eine Gattung, die nur mit im Licht schläft.

Wie zum Teufel, fährt das Scheissding da rum?
Erinnert ihr euch an die Höhenunterschiede der Straßenblocks? Impossibru!

Im Hostel wieder zurück, begaben wir uns dorthin, wo wir uns heimisch fühlen - in den Keller...zum bloggen...mit Bier...YOU DON'T SAY! Nach einigen Stunden fleißiger Arbeit und einem weiteren epischen Eintrag nur für euch, war es an der Zeit abzuschalten und die Nerven für einige Stunden ruhen zu lassen, wir konnten dabei allerdings uns folgendes nicht verkneifen:

wait for it...

waaaiiit....


Ihr müsst euch vorstellen, alle zehn Betten in dem Zehnbettzimmer waren belegt, der Raum war stockdunkel, alle schliefen. Ich musste mit Blitz fotografieren. Wir lagen lachend am Boden, bzw. Roman auf seinem Bett und mussten halt so leise wie nötig sein, damit niemand von unserer geistig gestörten Aktion mitbekommt. Wie wir am nächsten Morgen erfuhren, hatte das nicht ganz geklappt. Aber dazu später mehr.

Peace, we're out.