Dienstag, 1. Mai 2012

Tag 17: The End is just the Beginning...

Der sog. Wucher wusste uns auf die Nerven zu gehen, an unseren letzten Tag in US und A, denn wir wuchen um 10 Uhr morgens auf, es war Checkout Time. Dieser Tag war anders als die Tage zuvor, er war mit Traurigkeit und Melancholie gefüllt. Eins nach dem anderen, packten wir unseren Scheiss a.k.a. unsere Kleidung a.k.a. unsere T-Shirts und Jeans a.k.a. unsere Textilien aus Baumwollfasern, welche von stattlichen Baumwollnegerkindern zuvor auf Bioplantagen irgendwo in Uganda unter Kony's Regentschaft gesammelt wurden, ein. Kurz gesagt, wir packten unseren Scheiss in die Taschen und verließen die Crib, in der wir kein Video für euch gedreht haben.

Vor dem Abflug hatten wir noch glücklicherweise einige Stunden Zeit, die wir mit Traurigkeit und Bloggen füllen konnten, dies setzten wir in Rat und Tat um. Wir suchten as always einen Starbucks heim, packten unser handliches Netbook aus und hauten so richtig auf die Kacke alias die Tasten, bis sie glühten. Doch beim Schulterblick nach links, stocherte uns etwas mies ins Auge. Was wir sahen, ließ uns Atmen und Blinzeln vergehen: die Gestalt eines urzeitlichen Erzdämons, entflohen aus den tiefsten Ebenen der Hölle, geschminkt wie ein Clown, gekleidet wie Pipi Langstrumpf, MOTHERFUCKER! Was die Absurdität des ganzen Bildes aber nochmal steigerte war, dass Ray Charles direkt neben ihr saß. Was haben sie besprochen? Haben sie überhaupt kommuniziert? Wenn ja, was? Auch wenn uns nichts blieb, außer der Heimflug, so wollte doch keiner sein Leben auf's Spiel setzten und der Sache zugrunde gehen. Das Maximum an Risiko, welches wir bereit waren einzugehen, war ein Foto, ein Foto, welches den Schrecken nichteinmal in seiner vollen Gestalt einfangen konnte.

Es war an der Zeit zu gehen. Wir schleppten unsere verschreckten Seelen aus dem Laden raus und gingen in die nächste U-Bahn Station, kauften ein weiteres überteuertes bart-ticket, welches uns sicher auf unserm Weg zum Flughafen begleiten sollte. Es ergab sich eine Möglichkeit, einige Fotos zwecks Statusupdate für euch zu schießen, here we go:

"Nigga, what'd you say? You see that crazy motherfucker on my right?
Make him freak out and he's gonna eat yo goddamn' stupid ass!"

Ein besonders bemitleidenswertes Japsenexemplar, es leidet am Anakondasyndrom, welches seine Beine bis zu 2,5m lang wachsen lässt. An den übereinandergelegten Beinen erkennt man, dass dieses nicht gereizt, sondern entspannt und absolut nicht angriffslustig ist. Trotzdem hatten wir Bricks geschissen.


Der armselige Versuch ein Pokerface aufzusetzen...genau so armselig, wie der Studi mit der lustigen Frisur rechts, der versucht zu pauken. Ich frage mich ob des Öfteren, ob wir genauso hässlich gucken, wenn wir schlafen.

Die Transformers Kinofilmreihe ist also keine Lüge, deutlich erkennbar an den Mitstreitern der Decepticons in Form von schwulen Libellen, welche jedoch momentan inaktiv zu sein scheinen, da der Allspark, der diesen Mistviechern Leben einhaucht, wieder verschwunden ist, zu unserem verdammten Glück.

"This is my babylike cute phongface and...
...THIS IS AIRPOOORRRTT!!!"
Weil es der letzte Tag war, bekommt ihr hier noch einige Hinterkopfschellen Videos, in denen wir unsere aufgestaute und überschüssige Energie loswarden. Ihr werdet merken, langsam entwickelten wir ein Gefühl, das uns verriet, wenn einer in der Nähe war und vorhatte von hinten zu bitchslappen:





Roman, er sieht so nett und hilfsbereit aus, ein typischer Good Guy. Dabei wissen die Wenigsten, nein nein, ich gehe eine halbe Meile weiter und sage: da letztendlich nur ich die Möglichkeit hatte, mir einen tiefen Einblick in den leeren Geist seiner sehr gestörten Persönlichkeit verschaffen zu können, glaube ich zu wissen, dass er seine Vorstellungen, Träume und Gedanken nur auf einer surrealen geistigen Metaebene entwerfen und ausleben kann, woraus sich die resultierende Erklärung ergibt, warum er niemals an die Realität, an das "Hier-und-Jetzt" anknüpfen können wird. Aber das ist mir egal, denn diese Behinderung macht ihn einzigartig, und ich bin froh, ein Stück seines geistigen Leidens, welches auch mal ins Emotionale ausschweift, manchmal teilen zu können. Ich glaube auch, dass er sich in seiner eigenen Welt sehr wohlfühlt, sodass es mich beizeiten sogar neidisch macht und ich es als manchmal als Gabe statt Last betrachte.

Gut, da warteten wir also, hatten Zeit en masse. Roman schlug eine Wette vor, da Marc die letzten Tage meinte, Roman sollte nicht so ein Dünnschiss machen wegen einer Flasche Skyy "Dragonfruit", die er einem guten Freund mitbringen sollte, weil die "Duty Free"-Shops auch welche hatten, so Marc. Roman aber sagte:

"Nein, ich wette, sie haben keinen Skyy, und wenn doch, dann bestimmt keinen mit Kirschgeschmack. Sollte ich die Wette gewinnen und das werde ich, wirst du dein Flugticket jemand anderem geben und hier bleiben."

"Ok!", sagte Marc "aber wenn ICH gewinne, musst du dir vor dem Flug auf dein Hemd pissen, es auswringen, anziehen und während des gesamten Fluges tragen (wir hatten nicht benachbarte Sitzplätze) UND wenn dich jemand darauf anspricht, dann musst du so tun, als wärst du Russe und würdest nichts verstehen."

"Deal." meinte Roman.

Also machten wir uns auf die Suche und durchstöberten sämtliche "Duty Free"-Shops und Boutiquen nach dem Skyy Vodka, wurden aber, wie Romans Gespür ihm auch voraussagte, nicht fündig, selbst nachdem Marc alles und jeden fragte, es gab alle Vodkasorten, außer Skyy. Ihr könnt euch denken, Marc musste in SF also bleiben, sein Ticket nahm ich selbst. Wie er es aber doch nach Deutschland einreisen konnte, erfahrt ihr ein anderes Mal.

Damit ihr euch genau vorstellen könnt, wie ich mich fühlte, klickt beim untenstehenden Video auf Play, singt mit (die Lyrics habe ich extra für euch rausgehört und aufgeschrieben, damit ihr wisst, um was es geht) und genießt die Bilder. "Uno, dos, tres, quattro...."




Wind Nord/Ost, Startbahn null-drei
Bis hier hör' ich die Motoren
Wie ein Pfeil zieht sie vorbei
Und es dröhnt in meinen Ohren
Und der nasse Asphalt bebt
Wie ein Schleier staubt der Regen
Bis sie abhebt und sie schwebt
Der Sonne entgegen
Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

Ich seh' ihr noch lange nach
Seh' sie die Wolken erklimmen
Bis die Lichter nach und nach
Ganz im Regengrau verschwimmen
Meine Augen haben schon
Jenen winz'gen Punkt verloren
Nur von fern' klingt monoton
Das Summen der Motoren

Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

Dann ist alles still, ich geh'
Regen durchdringt meine Jacke
Irgendjemand kocht Kaffee
In der Luftaufsichtsbaracke
In den Pfützen schwimmt Benzin
Schillernd wie ein Regenbogen
Wolken spiegeln sich darin
Ich wär' gern mitgeflogen

Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

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Marc aber, in seiner nichtigen Natur, flehte mich an, doch mitkommen zu dürfen und stattdessen eine andere Strafe zu ertragen. Ich willigte ein unter der Bedingung, er sollte neben einer attraktiven Frau sitzen und alle Sandwiches essen, die ich vorher beim Subway für mich kaufte. Diese Bestrafung klingt zwar nicht ganz so hart, wie die erste, hat es aber trotzdem noch in sich. Ich rieb mir bereits die Hände, ähnlich wie Mr. Burns aus "The Simpsons".

Nun ein wenig vom Flug aus Marc's Sicht der Gegenstände:
Irgendwann hatte ich Roman's dauernde Versuche, ein seriöses Gespräch aufzubauen, satt und versuchte ein wenig Musik zu hören. Da ich mich Roman gegenüber ausnahmsweise nicht kooperativ zeigte, wollte Roman mir auch nicht zeigen, wie man ein Headset benutzt. Nun war ich also ganz auf mich allein gestellt. Erst beim dritten Versuch (Bild 2) fand ich heraus, wie man das Headset an den Schädel fügt.


Die erste Etappe war geschafft, nun musste ich den Kopfhörer nur noch an eine musikwiedergebende Quelle anschließen. Das gelang mir leider nicht, dabei verausgabte ich mich mental und geistig so sehr, dass ich ins Reich der Träume entführt wurde. Übrigens, spätestens bei diesen Bildern, wurde auch uns klar, dass es im Schlaf noch hässlicher geht, auszusehen, als wir es ohnehin schon tun, here's the proof:



Ihr seht das rechte Bild? Der Typ, er hat schon den ganzen Flug Marc immer wieder leicht angepustet (vom Hintersitz), beobachtet hat er ihn auch schon die ganze Zeit und ließ ihm ab und zu kleine Messages in Form kleinerer Papierfitzel zukommen (Do you wanna walk with me - No - Yes - Maybe; ihr kennt das ja aus der Oberstufe). Als Marc dann endlich einschlief, nutze sein Hintermann diese Gelegenheit sofort, um ihn sein Ding volle Breitseite in den Mund zu schieben und von ihm eine komatöse Fellatio zu bekommen. Allerdings hatte er nicht damit gerechnet, dass Roman hellwach war und dasselbe vorhatte. Nachdem niemand bei Schere-Stein-Papier gewonnen hatte, einigten sie sich erstmal auf einen Waffenstillstand.
Ohne Bestrafung oder das absichtliche Zufügen von Schmerzen, ließ Roman Marc dann aber doch nicht davonkommen. Zwei Stunden später passierte dann folgendes, was er freundlicherweise für euch auf Video festhielt.

Nach ca. 11 Stunden Flug landeten wir gegen Mittag in Düsseldorf und mussten erstmal eine verdammte verdammte verdammte halbe Stunde auf unser Gepäck warten. Dies war die längste Wartezeit unseres Lebens. Wir schlugen sie zu Brei, indem wir Leute beobachteten. Dabei stach uns ein kleiner, aber feiner Mann, der aus Indien zu stammen schien, besonders ins Auge. Er war von nicht allzu großer Statur und faltig, hatte die Größe und das Volumen eines Babys und musste unserer Meinung nach gebügelt werden. Doch ob wir ihn anständigerweise bügeln sollten oder nicht, darum geht es hier nicht, es geht ums Prinzip. Es erinnerte uns an den 'seltsamen Fall des indischen 'Shherchcks chchrrerrrk' ".

Ersteinmal hieß es, Handys usw. im McDonalds aufzuladen, Telefonate machen, Toilette, dies, das, jenes, etwas, ihr wisst. Dann weiter mit dem Gepäck raus aus den Terminals, ins Monorail, zurück zum Bahnhof...und da war er nun, der Moment des Abschieds, der Moment, den man versucht solange wie möglich vor sich herzuschieben bis es schier nicht mehr möglich ist, weil irgendwann für jeden die Zeit kommt, Abschied zu nehmen. Genauso hier, Marc versucht seine Tränen und seine Wein-Meme zu unterdrücken, während ich kurz davor bin, wie ein neugeborene Seerobbe zu weinen.


Dieses allerletzte Foto zeigt deutlich, das wir unzufrieden im grauen Deutschland angekommen sind und uns selbst innerlich dringend zurückwünschten, auch wenn Roman behindert-komische elfenbeinmäßige Ohren hat. Roman sagte sogar spaßeshalber, dass er alles tun würde, um dorthin zurückzukommen, und wenn es seine Schwester ist, die er zur Prostitution zwingen müsste, ist. Seems legit.

Doch dies soll nicht das letzte Abenteuer gewesen sein. Eventuell folgt definitiv ein weiteres, wenn Roman sein Leben auf die Reihe kriegt und nicht als Hartz IV Empfänger endet und Marc nicht an Gelbsucht oder Reisvergiftung stirbt. Und wenn es klappen sollte, wohin würde die Reise diesmal gehen? Wer weiß, vielleicht geht es direkt in die Hölle selbst, oder die beiden Prinzen werden im Land der aufgehenden Sonne endlich zu Königen gekrönt. Vielleicht aber bauen sie sich eine Rakete und fliegen zum Mars, wie Bruno. Vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls solltet ihr auf der Hut sein, die Zukunft verbirgt manchmal unerwartete Dinge und Ereignisse. YOU DON'T MOTHERFUCKIN' SAY :D

But the most important part is: stay tuned, bitches!

Peace, we're out.

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